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1 (1750)
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123
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des Gebets des HErrn. 12 z

denn deine Stimme ist süsse. Die andere Gattrrng des geist-"lichen Brodts ist der Sohn GOtteö selbst, und sein Fleisch und' Blut im heiligen Abendmahl. Dennwer dasselbe würdiglieh ge-''nießt Per empfangt nicht nur Gnade, sondern geistlicher Weise»JEsum Christum selbst, in welchem alle Schatze der Weis-heit verborgen lieget:.

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,rohe ste^ o oFe/rstasto^.- Vergib uns unsre Schul-den, wie wir unsern Schuldigem vergeben.

(Ns muß keinem Menschen schwer fallet!, seinem Nächsten seineFehler zu vergeben. Denn gesetzt, man könte alle Be-leidigungen , so von allen Menschen irr der gantzen Welt einemeintzigen Menschen angethan sind, zusammennehmen, und aufeine Wagschale legen : so würden diese doch alle zustimmen nochlange nicht so schwer seyn, als eine einige, ja als die allergering-ste Sünde, mitwelcher wir unsern GOtt beleidiget haben. Allein,hier ist es eben, wo sich der Stoltz im höchsten Grade zeigt:Der arme Mensch will solches nicht erkennen, und lieber selbervor GOtt ein Schuldner bleiben, als seinen Schuldigem ver-geben. Ein wahrer Christ ist gantz anders gesinnt: Er ver-gibt nicht nur seinen Schuldigem gerne, sondern betet auch für»sie zu GOtt, daß dieser ihnen ebenfals Gnade für Recht erzei-gen, ihnen das Unrecht zu erkennen geben, dabey aber auch»Busse zu thun verleihen wolle, damit sie der ewigen Verdammnis»entgehen mögen. Er achtet alles Unrecht, fo ihm angethan»wird, als einen Traum und Schatten, begehrt sich auch daher»nicht zu rächen, noch Böses mit Bösem zu vergelten; sondernsegnet die so ihm fluchen, und sucht durch einen liebreichen undvermutlichen Umgang sie noch ins künftige zu gewinnen. In-zwischen bleibt es doch dabey, daß, wer sich dünckt zu gut zuseyn, seinem Schuldiger zu vergeben, auch nimmermehr zu hof-fen habe, daß GOtt ihm seine Schuld vergeben werde: sondern

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Die fünfte