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1 (1750)
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122 1 . B. 7. C. Auslegung der Waldenser undAlbigenser ^

wir es nicht in Wollüsten verzehren, und uns deine Strafen da- !durck zuziehen mögen. Denn der Prophet Ezechiel sagt, daßleiblicher Neberffuß, Müßiggang und Spielen, Urfach an derBosheit, Gottlosigkeit und Sünde Sodoms gewesen: welchesvor GOtt ein solcher Greller gewesen, das; er Feuer und Schwe-fel vom Himmel auf sie-regnen lassen, und ihre Stadt umgekeh-ret hat. Voll dergleichen sündlichem Gebrauch der Leibes Nah-rung redet ein gewisser Weiser also: Weiche Kleider tragen,und alle Tage herrlich und in Freuden leben, spielen,müßig gehen, und alzulange schlafen, mästet den Leib,nähret die Wollust, schwächet den Geist, und führet dieSeele in den Tod: dahingegen ein schlechter Tisch, flcis- >sige Arbeit, ordentlicher Schlaf, und geringe Kleidung,reiniget die Seele, zähmet den Leib, todter die Geilheit,und stärcket den Geist.

Das geistliche Brodt ist das Wort GOttes. Von die-sem Brodt sagt der Prophet: Dein Wort erquicket mich: l

Und der liebste Heiland selbst: Wahrlich, wahrlich , ich sa-ge euch: Es kommt die Stunde, und ist scholl Letzt, daßdie Todten werden die Stimme des Sohnes GOTTes ', hören , und die sie hören werden , die werden leben. Die ,

-Erfahrung überzeuget uns von dieser Wahrheit. Wie mau- seher, der in seinen Sünden schon todt und erster bell ist, wird ?nicht durch die Predigt des göttlichen Wortes wieder auferwcckt iund lebendig gemacht, da er durch dasselbe zur Busse, durch dieBusse aber zum Leben gelanget? Dieses Brodt der heiligenSchrift erleuchtet die Seele, nach dem Zeugniß Davids, deinWort erleuchtet die Seele, und machet klug die Einfalltigen, das heißt, die Elenden und Ged.müthigten; indem esihnen anzeigt, was sie thun oder lassen, fürchten und meiden,oder Hoffell und ergreiffen sollen. Dis Brodt schmeckt der Seelesüsser als Honig, darum sagt die Sulamith zu ihrem geliebtenBräutigam im Hoheuliede r Laß mich Hörer; deine Stimme,