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1 (1750)
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120
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i 2 o I-B.7.C. Auslegung derWaldenserundAlbigenser

kanst, so lehret dich IEsus beten: Ullftr Vater üllHimlnel,dein Reich komme auch in uns, damit wir dir in einem hei-ligen Leben, und mit einem von der Welt gantz abgekehrtenHertzen dienen mögen.

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Dein Wille geschehe auf Erdenwie im Himmel.

Die dritte i(^an kalt hier anf der Welt nichts bessers noch seligers lier .

" Bitte. IM)ben, verlangen noch thnn, als von gantzem Hertzen undGemüthe sich bestreben, den Willen GOttes so zu thun, wieihn die Engel im Himmel thun. Den Willen GOttes thun, heißt aber nichts anders , als sich selbst verleugnen, seinem eige-nen Willen gantzlich entsaget», und alles Lichten und Trachtendes Hertzens nach der Vorschrift des göttlichen Gesetzes lind derLehre des Evangelii anstellen, und dieses nicht allein in Ansehungdes innerlichen, sondern auch des äußerlichen Wandels. Fer-ner, den Willen GOttes thun, heißt eben so viel, als mit demallen, was GOTT sowol irr bösen als guten Tagen mit unsvornimmt, willig und gerne zufrieden seyn. Viele suchen sichdamit zu entschuldigen, daß sie nicht wissen, was der WilleGOttes sey: aber dieses ist ein schändlicher Selbstbetrug, sin--temalen uns der Wille GOttes in seinem Worte klar und deut-lich genug geossenbaret ist, welches sie nicht lesen und verstehen wol-len. Paulus sagt zu dem Ende: Stellet euch nicht dieserWelt gleichsondern verändert euch durch Verneue-rung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen «löget, welchesda sey der gute, der wohlgefällige, und der vollkommeneGOttes Wille , und an einem andern Orte: das ist der WilleGOttes, nemlich, eure Heiligung. Es ist also kein kleinesund geringes Merck, wann es gerne und mit Eifer soll voll-bracht werden. IEsus giebt es deutlich genug seinen Jüngerntheils mit Worten, theils mit seinem eigenen Vorbild zu verstehen,