i 2 o I-B.7.C. Auslegung derWaldenserundAlbigenser
„kanst, so lehret dich IEsus beten: Ullftr Vater üllHimlnel,„dein Reich komme auch in uns, damit wir dir in einem hei-ligen Leben, und mit einem von der Welt gantz abgekehrten„Hertzen dienen mögen.
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Dein Wille geschehe auf Erdenwie im Himmel.
Die dritte i(^an kalt hier anf der Welt nichts bessers noch seligers lier .
" Bitte. IM) „ben, verlangen noch thnn, als von gantzem Hertzen und„Gemüthe sich bestreben, den Willen GOttes so zu thun, wie„ihn die Engel im Himmel thun. Den Willen GOttes thun, heißt aber nichts anders , als sich selbst verleugnen, seinem eige-nen Willen gantzlich entsaget», und alles Lichten und Trachten„des Hertzens nach der Vorschrift des göttlichen Gesetzes lind der„Lehre des Evangelii anstellen, und dieses nicht allein in Ansehung„des innerlichen, sondern auch des äußerlichen Wandels. Fer-„ner, den Willen GOttes thun, heißt eben so viel, als mit dem„allen, was GOTT sowol irr bösen als guten Tagen mit uns„vornimmt, willig und gerne zufrieden seyn. Viele suchen sich„damit zu entschuldigen, daß sie nicht wissen, was der Wille„GOttes sey: aber dieses ist ein schändlicher Selbstbetrug, sin-- „temalen uns der Wille GOttes in seinem Worte klar und deut-lich genug geossenbaret ist, welches sie nicht lesen und verstehen wol-len. Paulus sagt zu dem Ende: Stellet euch nicht dieser„Welt gleichsondern verändert euch durch Verneue-„rung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen «löget, welches„da sey der gute, der wohlgefällige, und der vollkommene„GOttes Wille , und an einem andern Orte: das ist der Wille„GOttes, nemlich, eure Heiligung. Es ist also kein kleines„und geringes Merck, wann es gerne und mit Eifer soll voll-bracht werden. IEsus giebt es deutlich genug seinen Jüngern„theils mit Worten, theils mit seinem eigenen Vorbild zu verstehen,