64 i-B. 4.Cap. Die erste Probe der Waldenser Lehre
dabey, daß , wer einen solchen gedruckten Zettul bey sich führete,nichts zu befürchten hätte; oder wenn er je getödtet würde, undin diesem heiliget: Kriege sein Leben lassen müste, sich dadurcheine gewisse Stuffe in den Himmel bauete, und in die Zahl derHeiligen daselbst mit aufgenommen würde: wie ich solches allesaus dem eigenen Munde unterschiedlicher Gefangenen gehöret.
Aus diesen Zettuln stund gemeiniglich: kotemia Del f katrk,8apientia Oei f ^ilii, äc Virtn8 8piritu§ f8anäki, per iuterceL-llonem lanÄilssniL VirZini8 Oei Aenitrici8 Claris:, 8auelik'ranciü:!, ^ntonii, Lr Lestorum Oläaci, är 8a!vat0ri8, li-beret te Oominu8 ab omni tebre, ?eüe Lr improvila morte:^ men.
Wir schreiten nunmehro zu der Lehre unserer alten Waldenser,und lernen solche erstlich aus ihren eigenen, sodann aus ihrerFreunde, und zuletzt auch aus ihrer ärgsten Feinde Schriftengenauer kennen.
Das vierte Capitel,
Halt in sich die erste Probe der Waldenser Lehre, aus
dem sogenannten edlen Unterricht vom Jahr noo.
wir sowol hier, als in dem Verfolg dieses Buchesunterschiedliche Zeugnisse Römischer Religions - Ver-^85 wandten anführen werden, um das Alterthum der Wal-denser Kirchen, und ihre unverfälschte wahre Fortpflantzungseit der Apostel-Zeiten zu behaupten: so wird der Leser zu-gleich von Zeit zu Zeit den Inhalt ihrer Lehre deutlich erken-nen lernen. Dieser wird ihm sonderlich von dem Beschluß desachten Jahrhunderts an gar kennbar in die Augen fallen, als zuwelcher Zeit der vortrefliche und behertzte Ertzbischof Claudiusaus der Gemeinschaft der Kirchen zu Rom mit ihnen ausgegangen,
da