und gedruckten Urkunden. 6z
Alle diese Bücher sind in Walvensischer Sprache, und zwarzum theil wie solche in der Provence, theils im Ptemontesischmgeredet wird, geschrieben, und vollkommen hinreichend, diejenigenso sie lesen, sowol zum wahren Glauben als gottseligen Lebenanzuführen. Die darinnen enthaltene Lehre stimmt vollkommenmit derjenigen übereilt, welche die Reformirte Kirche hellte zuTage bekennet , welches uns unter andern Herr Theodor US Fron-chilie, Prediger und Professor in der Theologie zu Geneve durchuiwerwerfliche Zeugnisse, unterm 17. Nov. des Jahres 1656. be-stätiget, nachdem er alle die von abgedachtem Herrn Pern'n ihmzugeschickten Schriften auf das sorgfältigste durchsehen und ge-prüfet.
Aus alle dem folgt also von selbst der Schluß, daß eine Lehre,welche, aller menschlichen List und Kunstgriffe, die man von Zeit zuZeit dawider angewendet nngeacht, bis auf den heutigen Tagunversehrt geblieben, nichts neues in sich fasse , als nur in Absichtauf diejenigen, so sie in der Unwissenheit vergraben; und deren8. ! fahren sie nur bloß darum verleugnet haben, weil sie deninnerlichen Werth derselben zu erkennen nicht vermochten. DerHerr von St. Ferriol, Prediger zu Orange, samlete aus ei-ner heiligen Ncubegierde viele dieser Bücher, und zeigte solchedem Herrn von St. Adelgonde, der derselben hernach in seinerersten Tafel (Tableau) p. izz. nebst noch vielen andern, so mitsehr alter Sckrift geschrieben, in der berühmten Bibliothec desHerrn Josephs von 1/ Llcale (Scaligers) vorhanden sind, Er-wehnung thllt.
Die alte Waldeusische Bibel betreffend, auf welche ich mich indem Verfolg dieses Werckes beziehen werde , so habe ich dieselbevon ohngefehr in dem Gebürge des Thals von Cluson gefunden,und habe sie noch wircklich in meinen Handen.
So habe ich auch noch unterschiedliche Zettul, dergleichen dieje-nigen, so als Heneker und Mörder wider unsere Waldenstr ausge-sendet worden, bekommen haben, auszuweisen. Man überredete sie
dabey