47
des Namens Waldenser.
Hierzu nun hat nicht wenig beygetragen, daß beynahe alle D-es- Thäler
diese Lander ihre Lehre, entweder Mittel- oder unmittelbarer Weise ^arengleich.
von den Waldensern überkommen haben. Denn also sind nicht Schulen in
nur die Albigenser aus diesen Thalern zuerst ausgegangen, de- Ansehungnen wieder obiger Waldus und die Waldenser zu Lion in der ^^nLehre nachgefolgt, durch derer Verfolgung aber die Waldenserin den Niederlanden, Piccardie, Deutschland, Böhmen, Pohlen,
Mahren, Elsaß, u. s. w. desgleichen irr Engelland, Apulien, Ca-labrien, Neapolis , und andern Städten und Gegenden von Ita-lien entstanden: sondern man hat auch von Zeit zu Zeit Lehrerund Prediger in die ietztbenaunten Landern von dannen ausge-schickt, und welches wohl zu mercken stehet, so wurden aus be-sagten Landern viele, so dem geistlichen Stande gewidmet warm,in diese Thaler geschickt, und daselbst unterwiesen; so, daß die da-sigen Kirchen von ander n ihrer kirchlichen Gemeinschaft, gleichsamals hohe Schulen geachtet worden.
§. XXV.
Diese Anmerckungen werden durch viele Zeugnisse der Ihre Lehreglaubwürdigsten Geschichtschreiber bestätiget. Denn was die Arch^ganyerste anbelangt, daß nemlich die Lehre der Waldenser sich nach Europa aus-und nach in so viele Theile von Europa ausgebreitet, so überge- gebreir er,het solches wohl beynahe kein eintziger mit Stillschweigen. Aeneas g n*i ßSylvius, welcher nachmals, als Pabst, Pins l i. geheißen, sagt Aeneä S>-r-arlsdrücklich in seiner Historie der Taboriten, daß ein gewisser *>«-Petrus von Deyt^und Jacob von Meisten, welche beydeWaldenser gewesen, zu den Zeiten Johann Hustens nachBohmen gegangen, und ihre Lehre alda ausgebreitet.
Die Bohmen selber bekennen cs gar gerne, daß Wickles den Der BZhmi,Grund seiner Lehre denen Waldensern zu danckerr gehabt, wenn sch"»es davon in ihrem Buche c!e Onixine Lonf<ss,.-'ne Lcclet'?^'öoklLn. also heißt: Wir zweifeln kemesweges, daß wir das-jenige, so als gut und lauter in unsern Kirchen anzusehen