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1 (1750)
Entstehung
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des Namens Waldenser. 45

per, angezündet. So hat man auch, nachdem viele von unsernThal-Leuten sich nach Aldi, der Hauptstadt in Langucdoc bege-ben, daselbst die Pabstischen Greuel abgestliaft, und die reine Leh-re des Evangelii eingeführt, durch den Namen der Albigmsevnicht mehr wie vormals die Inwohner derselben Stadt, sondernnur blos diejenigen verstanden, so der Lehre des Evangelii alda zuge-than gewesen. Und dieses ist auch noch heute zu Tage so ge-wöhnlich, daß, wenn die Albigcnser geuennet werden, unterhundert nicht einer seyn wird, der auf den Ort ihrer Wohnungsein Absehen richten, und davor halten solte, daß sie diesen Namenvon besagter Stadt Albi , als wie die Pariser von der StadtParis, u. s. w. führten; sondern es werden dadurch überhauptalle diejenigen verstanden, welche der Lehre zugethan, so besagteThal-Leute an diesem Orte eingeführt. Und eben diese Beschaf-fenheit hat es nun auch mit den Leuten gehabt, davon in diesemWerckegehandelt wird. Denn sobald als diese Leute, sowieoben angeführt worden, meistentheils in Thalern gewöhnet, unddaher Waldenser genennet worden, sich angefangen, öffentlichwider den Pabstlichen Stuhl zu erklären, so ist es denen Rdmisth-Catholischen auch alsobald einerley worden, ob von einem Wal*denser, oder von einem Ketzer die Rede gewesen.

§. XXM.

^ potiori', sagen die Lateiner, 6t 6enom!n3t!o: und dieseRegel findet auch hier statt. Es gibt zwar noch andere Thälerin Italien, als die von Chiavemm und Tellina, deren Inwoh-ner ebenfals von alten Zeiten her sich bey der reinen Lehre desEvangelii erhalten, woher schon bey denen ältesten Geschichtschrei-bern der Name Valteline, das Thal Telrne vorkommt; daindessen diese Thaler nicht so wie die Alpen, Italien und Franck-reich von einander scheiden, daher auch der Name O.illia Eil- und"IVantglpina entstanden, so sind auch nur insonderheit die dasigenInwohner vor allen andern die Thal-Leute genennet worden:

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