des Namens Waldenser. 4 r
hatten, vielmehr leicht zu beweisen sey, daß er selbst diesen Namenallererst bekommen, nachdem er sich zu der Lehre der Waldenserbekennet. Seine Worte davon lauten also: Es haben einigevorgegeben, die Waldenser harren einen Kaufmann vonLion, Johannes genannt, zu ihrem Haupte gehabt, derden Zunamen Waldus geführt: sie haben aber hlerrnnenweit gefehlt, sintemal dieser Johannes besagten Zunamenvielmehr von ihnen, und weil er einer von den vornehm-sten unter ihnen gewesen, bekommen, llttd eben dieses schei-nen auch die gemeiner zu haben, von denen er mit dem Beina-men Valdensis beleget worden.
§. XIX.
Fragt aber nun jemand, woher sie denn eigentlich diesen rv»k>er ihrNamen bekommen, und warum auch dieser ihr Lehrer Valdooder Valdensis geneunet worden? So wird ihn: besagter Beza * *
an dein obangezogenen Orte antworten: es habe sowol Wal- Zeugnißdus oder Waldensis, als die übrigen Waldenser alle, die-sen Namen von den Thälern (6e§ VMleez) in welchen siesich meistens aufhalten, bekommen. Solches bestätiget un-ter andern auch der Parlaments-Advocat von der Normandie ,
Mons Congnard in seinem Tractat von der Pabstirr Johanna, Eon-pag. 8- wenn er es daselbst nicht als eine Meynung, die sich nnrvon ihm Herschreibe, sondern die genngjam gegründet, und wi-der alle andere Meynungen bewiesen sey, angeführet, daß dieseLeute von den Thälern, in welchen sie wohneten, Walden-fer genennet würden.
Daß aber so wohl Beza, als Congnard, und alle anderedie ihnen hierinnm nachgefolgt, sattsamen Grund gehabt, dieseMeynung zu behaupten, solches wird man noch deutlicher gewahrwerden, wenn man zu dein, was wir bereits von den Zeugnissenso vieler Geschichtschreiber, sowol Römisch-Catholisch-als auchReformirter Seits, angeführt, und zu dem, was aus ihren eige--Waldensis. Gesch, l. Th. F neu