des Namens Waldenser. 37
§. XIV.
Wenn demnach alberest so eine grosse Menge der Nömisch-Catholischen selbst so offenhertzig zugestehe,! müssen, daß die Wal-denser, sowol ihrer Lehre, als ihren Namen nach, in undenklichenZeiten vor dein Peter Waldus von Lion, bekandt gewesen, sodarf man sich weiter nicht mehr wundern, wenn Robertos Oli- Rober»vetanus in der andern Gattung des Beweises, darauf wir unsoben beruffen, schreibt: Die Waldenser haben die Lehre desEvangelii von den Zeiten der Apostel her, rein und unver-fälscht erhalten, sie sind jederzeit ein unumstößlicher Eck-stein, ein zwar kleiner, aber unüberwindlicher Hausse,eine kleine, aber siegreiche Mannschaft des HErrn IEsugewesen, so ihr Recht allezeit hat wissen zu behaupten, eshabe mögen drüber oder drunter gehen, wie wir solches un-ten ausführlicher hören werden.
Der grosse Beza spricht , die Waldenser, und abson- Be;a.derlich diejenigen, so in den Thälern der Alpen wohnen,sind die wahren Ueberbleibsel der ersten und reinen Chri-sten, welches Zeugniß vom Sleidano bestätigt wird. Dcr ge- Sleivano.lehrte und berühmte P. Comenius setzt sie in die Zeit Kaysers Lomemo.Constantini M. und die frantzösssche Kirchen-Historie meldet aus- Lrgntzöst-drücklich, daß sie nicht nur seit Petri Maldi Zeit, sondernschon von undencküchen Zeiten her bekandt gewesen, sich gorie.den Mißbrauchen, so in die Römische Kirche nach undnach eingeschlichen, zu allen Zeiten wiedersehet, und ohn-erachtet sie von allen Seiten auf das heftigste verfolgetworden, sich dennoch beständig in den Thälern vor; Pie-mont erhallen, und niemals zu den Satzungen der Rö-mischen Kirche bekennen wollen.
§. XV.
- Endlich wi> d man sichs noch weniger befremden lassen, daß Beweist ihr««so viele Römische und Protestantische Schriftsteller unsern Wal. aus ihr"endenstrn so ein grosses undenckltches Alter beygelegt, wenn wir un- eigenen
E Z teu Schriften.