Z6 I. B. 2 . Cap. Von dein eigentlichen Ursprünge
de, so viel aber sey gewiß, daß sie nicht erst in dem neun-ten oder zehnten Seculo jung geworden. ReinertusRcineuio Sacco, so in der Inqmsitions.Historie gar bekandt ist, sagt aus-Saccone. ^cklich, die Waldmser oder Albigmser seyn von den Zei-ten Sylvesters, oder auch wohl gar der Apostel her, be-Llaudio kandt, und Claudius Seisselrus, Ertzbischof zu Turin, undSersseks. dazu gehörigen Thälerrr, versichert, es sey die Secte derWalderrser von einem gewissen Leone, so gar ein frommerMann zu Zeiten Constantini des Grossen gewesen, und also imAnfange des vierten Jahrhunderts gelebt, enstanden. EinSammt Italiänischer Ordens - Geistlicher, Namens Samuel Caßini,macht sie so alt, als die Christliche Kirche selber, und einvclapopew berühmter Französischer Historicus, Monsieur de la Popeliniere,"E gibt ihnen das Zeugniß, daß sie sonderlich seit dein JahreHOO. nicht mehr aufgeboret, ihre Lehre, welche von denLehrsätzen der Protestanten, so zu feiner Zeit gelebt, garwenig unterschieden wäre, allenthalben auszubreiten, undan einem andern Orte schreibt er: Das Glaubens - Bekmt-niß, welches die Waldmser dem Könige in FranckreichFrancisco I im Jahr 1544. übergeben, war eben so beschaf-fen , als wie sie selbiges von den ältesten Zeiten her geler-
net hatten! ^uemastmoclum ex OMNI memorig rrrmum äcJohanne temporam a vetendus imellexerant. Johannes CrispinnsLrispino. andere mit ihm, gestehen zu, daß die Waldenier von un-dencklichen Zeiten her sich in den Piemontesischen Thälernaufgehalten, und daß von ihnen die Albigmser in Pro-Lampiano. vence hergestamlner, und indem sie der Jesuit Campianus
uennet, halt er sie noch vor alter als ferne Römi-sche Kirche. Diese, und andere Zeugnisse berühmter Männermehr, die diese Wahrheit bestätigen, wird der Leser in dem an-gezogenen Capitel und anderswo, weitlauftiger angeführetlinden.
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