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des Namens Waldenser.
§. v.
Als er sich nun hierdurch ein grosses Licht erworben, sowolwas den Verstand der Bibel, als auch der Schriften der alten Kir-chen Vater des ersten und reinenAlters belangt, sicng er solche nun-mehr arrch öffentlich an zu lehren, und machte aus seinem Hausezu gleicher Zeit ein Bethe! und Bethlehem. Irr diesem Got-leshairse fanden sich nach und nach viele fromme Seelen ein, unddie, so hirngerig und durstig nach der Gerechtigkeit waren, fun-den in diesem Brodthause die köstlichste Nahrung vor ihre Seelen.
So wuchs denn auch in krrrtzem ihre Arrzahl so, daß das Hauszu enge, er selber aber genöthigt wurde, aus öffentlichen Platzenzu predigen, die hierdurch zu Kirchen wurden, und öfters einegrössere Anzahl Zuhörer in sich begriffen, als die grössesten Kir-chen in der Stadt. Hier scheuete er sich nun »richt mehr öffent-lich zu lehren, und aus der Bibel zu beweisen, daß die Römi-sche Kirche völlig von dein Glauben an Christum abgefal-len, daß sie daher vor die grosse Hure zu halten, von wel-cher in der Offenbarung Iohaunis die Rede ist, und daßsie der unfruchtbare Feigenbaum sey, den der HErrIE-sus verflucht : Ferner, daß der Pabft nicht vor das Haupt :
der Kirche zu halten, die Gesellschaft der Mönche abernichts anders, als ein faules und stinckendes Aas, undaus ihren Gelübden das Zeichen des Thieres abzunehmensey: das Fegefeuer, die Messen, Anruffung der Heiligen,das Beten vor die Verstorbenen, und so ferner, sey nurvom Satan, und durch den unersättlichen Geitz der Cle-risey ersonnen.
§. VI.
Z. Sein Leben kam mit seiner Lehre in allen Stucken aufzImLebm.das genaueste überein, so, daß seine ärgsten Widersacher ihm dasZeugniß haben geben müssen, daß seine Liebe und Frömmigkeitgar was ausnehmendes gewesen, zumalen in so gar verderbtenZeiten, wie die damaligen gewesen. Er war anfänglich sehr
D z reich,