27
-es Namens Waldeirser.
gen worden, noch einmal wieder aufwärmen wollen. Und inder That scheinet bis Vornehmen dem ersten Anblick nach etwasüberfiüßiges zu seyn, indem bereits die meisten und wichtigstenGeschichtschreiber von allen Religionen darinnen übereingestim-mt, daß ihr Urheber ein gewisser Waldus sey , gebürtig ausLion , der um das Jahr 1170, oder wie die meisten andern wol-len n8o, oder wie noch andere vorgeben / allbereit im Iahr n6odiese neue Lehre soll angefangen haben. Ich gestehe auch gargerne, daß , wenn es erst eine ausgemachte Sache, daß dieser ihrPrediger Waldus, oder Waldmsis, nicht aber wie viele ohneGrund vorgeben Baldus, oder Bälden geheißen, es ebenso un-gereimt nicht sey, auch zu sagen , daß die Protestanten seiner Zeitsich nach seinem Namen genennet, weil es eine ausgemachteSache ist, daß sie so wohl hier, als an andern Orten , vor undnach dm Zeiten dieses Waldi, nach dem Namen ihrer besten undvornehmstenPrediger genennet wordenzwie wir denn solches an demNamen Petro Brussienser, in Languedoc, Provence und Dau-phine,von Petro Brus, einem vortreflichen Prediger, dessen untenmitmehrem wird gedacht werden, und andern mehr finden, auch da-her dieHenricianer vomHenricochieAriioldisten vomArnoldoHot ihrem Lehrer und Vertheidiger, die Esperomsten und Jose-phisten vom Esperon und Joseph, des Waldi Schüler und Pre-diger unter ihnen, in den Piemontesischen und den benachbartenThalern ; und in Engelland die Lollarder von Lollardo- einem-rossen und gelehrten Mann nicht unbebaut sind.
§. n.
Zu dem allen kommt noch ferner, welches zum Lobe dessen walvusharder sich einen HErrn der Erndte, und einen Vater des Lich- einen Vorzugtes genennet, nicht zu verschweigen, daß unter allen Lehrern und Lehrern v«Predigern, so jemals seit dem Ertzbischof von Turin Claudio, walsenftrDer den Anfang gemacht, diese Thal-Kirchen von der Gemein-schaft, in welcher sie mit der Römischen gestanden, und der ge-
D 2 gen