Druckschrift 
1 (1750)
Entstehung
Seite
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5- Vorben'cht

so viele greuliche Lästerungen und falsche Beschuldigungen zurechtfertigen, und ihre mehr als sonnenklare Unschuld zu ret-ten; weiches ich denn n-cht besser als durch eine umständliche,wahre und gründliche Vorftelluung aller sie betreffenden Um-stände thun können. Insonderheit hat mich das grosse Merckhierzu bewogen, welches 6mcNenon Sr Königl. Majestät inFranckreich, wie auch ihre Königl. Hoheit des Hertzogs vonSavoyen ^iN<,rioAmpKu8, herausgegeben, darinnen er wi-der alles besser Wissen und Gewissen kein Bedencken getragen,das Recht, die Unschuld, und das Verhalten der Maldenser,sowol überhaupt als auch insbesondere anzutasten und über denHaufen zu werfen. Wie unverschämt aber dieser gewinnsüch-tiqeSchriftsteÜer dabey verfahren,last sich bald daraus abnehmen,daß er sogar nicht nur keinen Scheu getragen, die der gantzenWelt bekannten grausamen Verfolgungen vom Jahr 1655 zuleugnen: sondern sich auch unterstanden, dasjenige, so disfalsetwa vorgenommen werden müssen, und vonGOtc und Rechtswegen nicht anders als ein grausames und treuloses Verfahrengenennet werden kan, als handgreifliche Beweise der äuserstenGedult, Langmuth und Gnade vorzustellen. Wiewol, waskörne man doch wol anders von einem solchen Mammelucken,der die Warheit verläugnet und sich dazu verkauft, daß er derLügen das Wort reden möchte, als ein dergleichen schnödesund unverantwortliches Verfahren erwarten? Es ist aber die-ses aus dreien grossen Büchern bestehende Werk nicht das ein-zige so mich zu Rettung der Warheit und Unschuld gedrungen.Es hatten auch so viele öffentliche Ausschreiben des obbenantenRaths äe exttji-panäis bkLreticis, die selbiger sowol im Jahr 1655als auch hernach in der Welt ausgestreuet, hin und wieder, jaso gar bis in den äusersten Enden von Europa vielen Eindruckgemacht, so daß gleichwol in Ansehung der armen Waldensermancher nicht recht wüste, woran er war. Da nun hieraus vor

die-