des Verfassers. 4Z
se, und so denn auch die Zeugnisse ihrer ärgsten Feinde und Wi-dersacher, darunter ich billig die Erzbischöffe von Turm, un-ter deren Aussicht sie gehören, und so viele geistliche Richterzahle, vor welchen sie so ofte gestanden und sich verantwortenmüssen, anführe: wie denn besonders diejenigen Berichte alleAufmerksamkeit verdienen, die letztere von diesen ihren Ver-richtungen an dem römischen Hof abgestattet, und die insge-samt dazu dienen, einen ieglichen zu überführen, daß rhr Glau-be, wie wir ihn in ihren alleraltesten Schriften aufgezeichnetfinden, sich auch in den allerneuesten Zeiten nicht in; minde-sten geändert, und daß alle diejenigen, die solches anders vorge-ben, es entweder aus Unwissenheit, oder aus Bosheit gethan.
Hierauf bringe einen Haufen solcher Zeugnisse zusam-men, die alle insgesamt urrwidersprechlich behaupten, daß nach-dem unsere waldenser einmal die heilsame Lehre des heiligenEvangelii mitten unter den dickesten Finsternissen des Heiden-tums empfangen, und diese Finsternisse durch der: Dienst desgrossen Heidenlehrers und dessen erste Nachfolger in eilt HellesLicht verwandelt, siechen dieselbe bis auf diese Stunde in ih-rer ersten Lauterkeit dergestalt unverändert beibehalten, daßweder das Unkraut der römischen Menschensatzungen diesenheiligen Saarnen ersticken, noch die Gewalt so vieler grausamenVerfolgungen, so die Wuth und Raserey ihrer Feinde wider sieerreget, denselben nur im attermindesten verderben können.Und damit dieser: Zeugnissen um desto weniger möge könnenwidersprochen werden , bin ich bemühet, solche vornemlichaus den eigenen Schriften ihrer ärgster: Widersacher, nemlichder Bischöffe und geistlicher: Richter / ja der Päbste selbstzu samlen. Wer sich nur: die Mühe geben wird, diese Zeugnis-se genau zu prüfen, der wird bald merken können, daß der grosserothe Drache mit seiner: sieben Köpfen und zehr: Hörnern, dasist, mit aller seiner Gewalt, Grausamkeit und List, diesem schwän-gern Weib gar nicht schaden, und ob er sie gleich genöthiget,in
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