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die Wüsten des Gebürges zu entfliehen, doch nicht verhindern kön-nen, daß nicht an diesem ihr von GOtt bereiteten Ort eine un-zählbare Menge Kinder Abrahams, ich will sagen wahrer Gläu-bigen/von ihr geboren worden.
Wenn ich nun solchergestalt die Lehre der waldenser, sowol nach ihrem Altertum als auch nach der unverfälschtenDauer in ihren Thalern sorgfältig abgehandelt: so beschreibeich auch ihr Leben, ihre Sitten und Zucht, und bediene michdabey eben der Beweistümer, wie im vorhergehenden, um al-les, was ich davon sage/ auch gründlich zu behaupten. Und die-ses ist der Inhalt des ganzen ersten Buchs.
Im andern Buch fange ich hierauf an, von den grausa-men Verfolgungen zu handeln, so diese Kirche Christi zu unter-schiedlichen Zeiten ausgestanden, und besonders von den nie er-hörten Grausamkeiten/ so sie vorn Jahr 1655 bis zu Ende des jetzt-laufenden Jahres w88 hat erdulden müssen. Ich scheue michdabey so wellig ihr Verhalten in allen Stückelt volkommen zurechtfertigen, so wenig ich Bedenken trage die Larven wegzu-reißen, und den Kleister wegzuwischen, womit die von der rö-mischen Kirche alle diese Grausamkeiten, davor sie als Men-schen billig selber einen Abscheu empfinden müssen, zu bemän-teln, oder denenselben, da sie solche nicht läugnen können/ dochwenigstens einigen Schein des Rechtes anzuschmieren sich bemü-het haben.
Sollen unter meinen Lesern einige sich finden, denen eszu verdrießlich werden möchte, sich zu lange bey der irr dem er-sten Buche etwas weitläuftig enthaltenen Beschreibung voll derLehre der Waldenser aufzuhalten,lind dll lieber bald etwas von ih-rem rechten Aller und der wahren apostolischen Folge, oder vonihrem Leben, Sitten und Gebräuchen, desgleichen voll den
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