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1 (1750)
Entstehung
Seite
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z8 Unterthanige Vorstellung

hierin nichts gethan, als was ihnen das Recht der Natur anbefolen,daß sie nicht so wol Ew. Aönigl.Hoheit, als vielmehr und alleinden gottlosen Bedienten sich widersetzt haben, welche, irrn diese Armenöffentlich todtznschlagen, sich kein Bedenken gemacht, Dieselben selbstzu bewiesen; dergleichen von Dero verstorbenem Statthalter, Grafvon Bagnols und seinen saubern Helfershelfern, verfluchten Anden-kens, bekant ist?

Eben durch diesen Gebrauch des Urini, und Anwendung der ge-rechten Wageschale, werden Ew. Diönigl. Hoheit noch häufig diegreulichsten Ungerechtigkeiten entdecken, die ausgeübet worden, und inAnsehung vieler treuen armen Unterthanen noch vorgehen können, de-rer: die Mißionarien und das Concilium äe Lxtirpatione darum gernlosseyn wollen, weil sie ihnen zum Hindernis und Anstos gereichen.Unter hundert Beispielen und handgreiflichen Erweisen, so ich hiervongeben könte, wil nur zwey beibringen, so beide entsetzlich sind: davondas eine der verstorbene Herr Anton Leger, mein Vetter, und vormir Prediger zu S.'Iean, das andre aber ich selbst erleben müssen.

Zu der Zeit^ da fast ganz piemont auf die schändlichste Art dieTreue, so man IhroAonigl. Hoheit Frau Mutter rümlichsten An-denkens, als Regentin wärendEw.l^ömgl. Hoheit Minderjärigkeit,schuldig war, verlassen und alles rebellirte; die Thaleinwoner abertreu und fest in ihrem Gehorsam zu beharren, und sich deswegen allenVersuchen von den Spaniern, und besonders von dem Marquis vonLucerne Widerstand zu thun gesonnen waren, der in einer algemeinenVersamlung, wobey sich nebst allen Vorstehern der Gemeine vom ThalLucerne, auch die Grafen Christoph und Balthasar, Mllhcrrngedachter Stadt befanden, wider die Krone aufgebezer: so entschlossendiese, sich in Vertheidigungsstand zu setzen und diese Stadt ihrem recht-mäßigen Herrn, d. i. Ew.Bcönigl. Hoheit zu erhalte::. Dieser rüm-liche Entschlus ist im ganzen Staat bekant, und Ew.Aönigl. Ho-heit haben grosse Vortheile davon gehabt, daß die WiedereroberungDeroselbm Lande so wol als der schönen Stadt Turin, die schon ver-loren war, viel leichter worden: als wodurch die Spanier und ihreBundsgenossen sich der Zugänge zu den Alpen nicht bemächtigen kon-ten, die von A)ro allerchristlichsten Majest.'geschickten Hülfsvölker

aber