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1 (1750)
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an den Herzog von Savoyen.

nachzuschlagen befclen dürfen, um daraus gewis zu ersehen, daß unterallen Dewsclben Unterthanen diese sich jederzeit am freiwilligsten zurUebernam der ordentlichen und außerordentlichen Auflagen verstanden,zu Kriegsdiensten am gewissesten bereit gewesen, so oft als man Wer-bungen angestelt, und sich so eifrig als je ein Volk in der Welt,g mzlicher ihrem Oberherrn schuldiger Treue und Unterthanigkeit be-flissen haben, mit Gefar oder Verlust ihres Guts und Lebens. Diesel-ben werden darin finden, daß da sich der ganze Staat r6z6. widerEw. I^önigl. Hoheit aufgelenet, diese vielmehr alle Arten der Feind-seligkeiten von dem Marquis, vonLuceme erdultet, als dem frechenHaufen gefolget: kurz Dieselben werden bemerken, daß sie allezeiteben dieselben gewesen, noch sind, und inskünftige zu seyn hoch versichern;(wie sie ohnedem, wenn sie nicht den ersten Grnndlehren ihrerReligion wieder entsagen wollen, notwendig immer gesinnt seyn müs-sen, dem Rarser zu geben, was desRaisers ist, weil sie wissen,daß redcrman der Obrigkeit Unterthan seyn soll.) Ich sage Die-selben werden erkennen, daß man sie mit höchstem Unrecht und grund-falsch also verschrieen hat; daß sie an sich niemals sich geweigert, ihremirdischen Herrn das zu geben, was sie ihm schuldig sind;daß, wenn sie ja ungehorsam gewesen zu seyn scheinen, als gegen dieBe-fele des Gastaldo in den Jahren 1650 und i6zz, (denen zu folgesie in 15 oder 22 Tagen in die Messt gehen solten, bey Verlustihres Lebens und aller ihrer Güter,) solches darum geschehen : weil sieallerdings haben glauben müssen, daß ob gleich solche Befele den Namenvon Ew. Aönigl. Hoheit fürten, es doch niemals DeroselbenMeinung gewesen seyn könne, in das Recht einen Eingrif zu thun,so Gott allein über die Gewissen zukomt, als dem Vater der Seelen;vielmehr daß Dieselben sich mit der Herrschaft über den Leib und dieGüter begnügen lassen würden. Und wenn sie auch zuweilen in deräussersten Verzweifelung, worein sie durch die unerhörten Verfolgun-gen, die von den Mitgliedern des Raths 6e pl-op3^sn6r> iräe et extir-pÄnclis 1i-ieretici8 mit Misbranch Ew. Aönigl. Hoheit Namens,die sie mit Berichten hintergangen, angestiftet, vcrsezt worden, zu denWaffen gegriffenem sich, ihren Weibern und Kindern das Leben zuerhalten; solten Dieselben nicht selbst zu erkennen geruhen, daß sie