Druckschrift 
1 (1750)
Entstehung
Seite
33
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an den Herzog von Savoyen. zz

fcrentia, 5e6 ex 5ua, das ist, nach seinem besten Wissen und Geivissen^und nicht schlechthin anf eines andern Bericht.

Ew. Röngl. Hoheit rechtschaffene Unterthanen in den Thalernsind sehr oft boshafter Weise so wol vor höchst denensclben als den-selben durchlauchtigen Vorfaren rümlichsten GedachNrisses dieser zweienUrsachen wegen verklagt worden; daß sie so wol Ketzer als Rebellenseyen.

Das erste Stück ist allerdings erheblich; denn, wenn sie Ketzer sind, soverleugnen sie den rechten Glauben, und die wahre Evangelische Lehre,bestreuen die wahre Religion, und müssen als eine Pest des Staatsund der Kirche angesehen werden; ist es aber nicht an dem, so müssensie eben so wol für rechtschaffene Unterthanen, als für wahre Glieder derletzten angesehen werden.

Es betrift diese Untersuchung die Sache Gottes, und die ewige Se-ligkeit oder Verdamnis der Seelen; es ist auch ausser Zweifel, daßFürsten, als wahrhaftig Gottes Statthalter auf Erden, verbunden sind,so wol ihrer eignen Seelen Seligkeit wegen, als auch um pflichtmassgfür das Heil ihrer Unterthanen zu sorgen, bey dieser Untersuchung soernstlich und sorgfältig zu verfaren, als ihnen immer möglich ist, unddabey blos und allein dem Llcht der heiligen Schrift zu folgen: indemnach dem h. Paulus der Glaube aus dem Gehör des WortesGottes komt. Deswegen befielt Gott dem König in Israel auchdeutlich im 17 Cap. des 5 B.M. wenn er nun sitzen wird aufdemStul fernes Königreichs, sol er dis andere Gesttz von denPriestern nemen, und aufein Buch schreiben lasten; das solvey ihn: seyn, und sol darinnen lesen stin Lebenlang; auf daßer lcme fürchten den HErrn, seinen Gott, daß er halte al-le Worte dreses Gesetzes, und diese Rechte, daß er dar-nach thue, und davon nicht weiche, weder zur Rechtenlisch zur Linken. Und Josua war nicht so bald zum Haupt undFührer des Volks erhaben, wie man im 1 Cap. seines Buches siehet,als ihm Gott gebot: laß das Buch dieses Gesetzes nicht vondeinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag undNacht, auf daß du haltest und thust allerdings nach dem,

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