Druckschrift 
1 (1750)
Entstehung
Seite
28
Einzelbild herunterladen
 

28 Vorrede.

die so gros gewesen, daß Herr D. Röcher in dem Anhange zuden 1741 herausgegebenen drey Giaubensbekentkussn derböniischeii Bruder, so aus einem Verzeichnis der Ausgabenetlicher seltenen von ihm gebrauchten Bücher bestehet, S. 12 ver-sichert, daß er derselben bey Ausarbeitung seines Buchs un-gern habe entbehren müssen: so zweifle nicht, es werde mitdieser vorzüglichen neuen Bekantmachung derselben vieler Ver-langen erfüllet, und unserm Vaterlande ein nützlicher und an-genemer Dienst geleistet werden.

Von der Einrichtung und übrigen Beschaffenheit der Schriftselbst wil alhier nichts melden: weil davon in den Nachrichtenvon einer halksihcn Bibliothek B. 1 S. 175 - 18z ausfürlichgehandelt worden, alwo auch S. 219 -226 vonAnigen der übri-gen dieser Geschichtbücher Bericht erstattet wird.

Die Uebersetzung wird bey Kennern solcher Arbeit, die siemit der französischen Schrift zu vergleichen Gelegenheit haben,ihre genaue Richtigkeit und anderweitige Güte selbst leicht recht-fertigen; erhält aber durch einen doppelten Umstand einen beson-dern und merkwürdigen Werth.

Der erstere unterscheidet dieselbe von den meisten Arbeitendieser Art auf eine dem übersetzten Buche sehr Vortheilhafte Weise,und bestehet in der Veranlassung und Absicht ihrer Verfertigung.Denn da dieselbe unter vormaliger römischcatholischer Her-schaft nicht nur ohne die geringste Absicht einer öffentlichen Be-kantmachung, sondern auch mit sorgfältiger Behutsamkeit nö-tiger Geheimhaltung, blos zum eigenen Gebrauch und zur Er-leichterung der Geduld bey psiichtmaßigen Bekümmernissen überöffentliche Angelegenheiten sowol, als anhaltenden Krankheitenverfertiget worden: so ist nicht nur die beherzte Entfchliessung,sondern auch noch mehr die standhafte Volziehung einer langwie-rigen und an sich eben nicht sonderlich angenemen Arbeit, bey

einer