Vorrede. 27
viel neue Untersuchungen angestellet/ auch mancheglückliche Entdeckungen gemacht/ welche diese Geschichte erleu-tern/ und von gelehrten Lesern sehr nützlich gebraucht werdenkönnen: so ist seine Arbeit doch eigentlich kein Geschichtbuch/ son-dern eine Samlung von Anmerkungen über diesen Theil derKirchengerichte/ in welchen sonderlich die Altertümer des Lehr-begrifs der waldenser untersucht werden, die sich auch nur bis aufdie Zeit der Reformation erstrecken. Mit der von dem eifri-gen und unermüdeten Dort. Bray unternommenen Arbeit hates eine beinahe gleiche Bewandnis: indem die beiden letztenTheile der merkwürdigen Schrift, welche zu London 1712 ingros Folio ans Licht getreten/ und folgende Aufschrift füret:kapal Usurpation anä persecutlon, L8 it ba8 been exereileäin ancient anä inoäern tims8, nbtb respeLt botb to Urineesanä keople; a fair vvarning' to all kroteliants, to gvarä tbem-selves >vitb tlie utinoll Laution a^ainli tbe eneroaLbnaent3ancl invaüons okkoperv, a8 tbev value tlieir eKat68, 1ive8ancllibertie8, bat above all, a8 tbev voulä prelerve tbeir Lon-seieNL68 sree srorn tbe sorest ot all tvrannies ancl opprelb-on8 Lc. aus einer blossen Samlung, doch nicht eigener, son-dern fremder Nachrichten von den waldensern bestehen, undim zweiten Theile eine englische Uebersetzung von pcrrins Ar-beit, im dritten aber die Erleuterung und Fortsetzung derselbenaus Morlands, Legers, Allix und Boyers Schriften enthal-ten. Bey welcher Wahl perrin bloß der Kürze wegen vorgezo-gen worden, mit dem ausdrücklichen Geständnis der anderwei-tigen Vorzüglichkeit der lcgerischen Arbeit; deren besondereAusgabe in englischer Sprache er für eine der nützlichstenSchriften angesehen und zu befördern gewünscht.
Wie nun alle diese ausfürliche waldensischen Geschichtbü-cher in Teutschland nicht häufig angetroffen werden; am mei-sten aber bisher über die Seltenheit dieser volständigsten undbrauchbarsten Arbeit, welche Leger geliefert, geklager worden,
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