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1 (1750)
Entstehung
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Vorrede.

begeisterte Schwermerey sowol als Wilkürlichkeit menschlicherMeinungen und Aufsätze/ durch Misdeutung des gütlichenWorts und selbsterwälten Gottesdienst/ zu vermeiden: dis allesund eine Menge änlicher Einsichten ist nicht leicht aus irgend ei-nem andern Theil der Kirchengeschichte deutlicher und lebhafterzu ersehen/ als in diesen Geschichten mehrgedachter Kirchen undihrer Schicksale. Der heilige Bernhardus ist nicht der einige/dessen Eifer für die gütliche Warheit ohne richtige und hinläng-liche Erkentnis bis zur grausamsten Verfolgung ächter Liebha-ber und wahrer Bekennet derselben ausgeschweift / wider welcheer mit Kreuzzügen gewütet. Der theure Johan Sus ist nichtder einige Blutzeuge der gütlichen Warheit/ welche er mit stand-hafter Aufopferung seines Lebens durch den Märterertod versie-gelt und bestätiget/ in dessen Lehre eine beträchtliche Anzal un-erkanter gottesdienstlichen Jrtümer von der Treue gegen richtigeEinsichten überwogen worden. Die kläglichen Folgen des errich-teten Vergleichs der Lalixtiner mit der päpstlichen Kirche sindnicht das einige Beispiel der Schädlichkeit aller Vereinigung got-tesdienstlicher Lehrbegriffe mit Aufopferung und zum Nachtheilder erkanten Warheit. Lutheri Klage über der Böhmen Nach-läßigkeit und Verachtung der Sprachen und anderer Theile undHülfsmittel der Gelerfamkeit, kan aus mehr als einem Beifpieldiefer Geschichte auch bey andern änlichen Kirchen gerechtfertigetwerden/ ob dieser Mangel gleich nicht bey allen verschuldet ge-wesen.

Der fünfte Nutzen dieser Geschichte bestehet endlich in derBestätigung der Warheit der christlichen Lehre und näherenOffenbarung GOttes in der heiligen Schrift/ auf eine zwiefacheWeise.

Wie