-4 Vorrede.
dankbeflissensten Lobeserhebung/ demütigsten Abbitte und zu»verächtlichsten Vertrauens gegen GOtt/ der Hochachtung undErkentlichkeit gegen die Wolke der Zeugen voriger Zeiten/ dereigenen Beschämung und eifrigen Treue in pflichtmäßiger Nach»amung aller Beispiele und Muster des Glaubens/ der Geduld/der Gottseligkeit undderHofnung, hervorzubringen und zu erneu-ert!, damit der gleichgültigen Kaltsinnigkeit gegen götliche Warhei-ten, der üppigen und ungötlichen Eitelkeit, dem einnistendenUnglauben/ und der um sich greifenden Schwermerey, welchedem herschenden Aberglauben den Weg banen/ Einhalt gesche-he/ und die götliche Gerichte über den Undank unzäliger Glie-der unserer Kirche, die sich selbst durch Unterdrückung vomPabst-thum an manchen Orten sehr merklich ausser»/ in Gnaden abge-wandt werden.
Der dritte Hauptnutzen dieser Geschichte ist billig darin zusetzen, daß daraus sowol die Unrichtigkeit des Anspruchs einigerneuen in unsern Tagen entstandenen Gemeinen auf die ununter-brochene Folge und gesamten Vorrechte dieser alten evangeli-schen Kirchen, als auch die Unrechtmäßigkeit der unter diesemVorwand vorgenommenen Spaltung und häufig versuchtenZerrüttungen anderer Kirchen, durch die von denselben abgetre-tene Überläufer, deutlich zu ersehen und unwidersprechlich dar-zuthun ist.
Wenn das Vorgeben der Anhänger des Herrn Grafen vonZinzendorf, oder der so genanten ^errenhuter, aus den älternKirchen nicht nur der bömischen und manschen Brüder, son-dern auch der Waldenser, herzusiammen und zu diesen Kirchenzu gehören, nicht so oft und feierlich in öffentlichen Schriften ge-schehen, und mit der grösten Heftigkeit behauptet wäre: lo solle
mans