lQ Vorrede.
ser abtrünnigen Auftürer Fnsftapfen betreten zu haben: so erhellet aus den Geschichten dieser Kirchen unwidersprechlich,theils, daß es, seit dem die römische Kirche, durch Einfürungdes eigentlichen Papstums und der damit verknüpften gottes-dienstlichen Irtümer, aufgehöret die wahre Kirche zu seyn, niean öffentlichem und feierlichem Widerspruch sowol einzeler Leu-te als ganzer Geselschaften und sehr sichtbarer Kirchen gefelet,die gegen diese Neuerungen geeifert, und von welchen sich dierömische Kirche durch die unverantwortlichste Verfolgung un-streitiger Zeugen der.götlichen Marheit, und Bekenner des inder heiligen Schrift enthaltenen Lehrbegrifs, ohne sie aus der-selben eines Jrtums zu überfüren, getrennet und abgesondert;theils daß eben dadurch nicht nur die unleugbarsten Misbräu-che und Irtümer von gedachter Kirche feierlich bestätiget, son-dern auch alle Erweislichkeit und pflichtmäßige Untersuchungderselben aufgehoben und unmöglich gemacht worden; theilsdaß der »«gegründete und ungötliche Anspruch auf eine Unftl-barkeit und richterliche Gewalt, ohne götliche Offenbarung, jawider dieselbe, nicht nur ein grösseres Uebel sey, als die Ver-schiedenheit gottesdienstlicher Parteien, welche allein der heil.Schrift dieses richterliche Ansehen beilegen, sondern auch einunzulängliches Mittel, die Einsichten und Ueberzeugungen desGewissens zu unterdrücken ohne Beihülfe der unmenschlichstenGrausamkeiten, ja der wirklichen Dämpfung alles wahren undpflichtmäßigen Gottesdienstes.
Der zweite Hauptnutzen dieser Geschichte bestehet darin,daß dieselbe viel beitragen kan, Gliedern unserer Kirche die Vor-züglichst der ihnen wiederfarnen götlichen Wohlthaten schätz-bar zu machen, und sie ihrer hohen Verbindlichkeit zum dank-befliffenen und treuen Gebrauch derselben zu erinnern.
Die