' Vorrede. 9
dem Anblick gottesdienstlicher Kriege oder sogenanter Kreuzzü-ge, sonderlich gegen unstreitige Glieder der Christenheit, ausblossen vorgeblichen Ursachen des Gottesdienstes/ nicht über demhimmelweiten Unterschied und der widersprechenden Entfernungsolcher Unternemungen von dein Muster ihrer vermeinten Vor-gänger entsetzen selten, welche nicht nur allen Schein des Ge-brauchs der Waffen einer fleischlichen Ritterschaft aufs sorgfäl-tigste vermiede»/ sondern sogar auf das noch so unvermeidlicheBlutvergießen selbst in rechtmäßigen Kriegen/ einige Kirchenbus-se und feierliche Demütigung verordnet haben.
z. Erleichtert/ befördert und bestätiget diese Geschichte diefaslichste Beantwortung vieler/ zwar in der That unerheblichenund anderweit erweislich falschen/ von den Anhängern dieserPartey aber doch für sehr erheblich ausgegebenen Vorwürfeund Beschuldigungen gegen unsere Kirche und die im i6tenJahrhundert geschehene Reformation: als/ daß Lutherus undseine Gehülfen keine Vorgänger gehabt; daß vor desselben Zeitkeine wahre Kirche gewesen seyn müste, wenn die römischesolches nicht seyn solte; daß die Misbräuche/ welche in dieselbeeingerissen, der Kirche selbst nicht zuzuschreiben gewesen/ folg-lich auch den Abtrit von derselben nicht rechtfertigen; und daßdie aus diesem Abtrit und Aufrur entstandene Menge gottes-dienstlicher Parteien, Unruhen und Jrtümer/ die Unentberlich-keit einer richterlichen Gewalt in der Kirche/ und den unver-meidlichen Schaden der Aufhebung derselben zur Gnüge dar-thue. Zu geschweige», daß diese Beschuldigungen durch eintandere noch häufigere Verleumdung eben dieser Gegner wider-leget werden, welche den ersten Bekennern und Lehrern unse-rer Kirche vorwerfen/ die Jrtümer und Ketzereien der Grie-chen/ waldenser/ Süßeren erneuert und aufgewärmt/ ja die-
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