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Icones plantarum medicinalium oder Sammlung officineller Pflanzen : mit lithographirten Abbildungen und Beschreibungen ; ... mit 120 Taf.
Entstehung
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Ionidium brevicaule Mart

Das kurzstengliche Veilchen.

Char. Spec.

Ionidium brevicaule.

I. Caule herbaceo abbreviato simplici adscendente; foliis terminali - congestis obovato - cuneatis acutiscrenatis subpilosis; pedunculis ebracteatis axillaribus solitariis; calyce glabro ciliato-serrato.

Ionidium brevicaule.Martius Spec. mat. med. bras. p. i5.

Geiger Pharm. Bot. p. 5y5.

Dieses Veilchen ist von Herrn von Mar-tius in den Urwäldern der Provinz Minas Ge-ra es in Brasilien entdeckt worden,

Die perennirende Wurzel liegt schief imBoden; sie ist bogig-gekrümmt der der Cephae-lis Ipecacuanha ähnlich, 34 Zoll lang, stielrund und schickt an der Spitze einige Wurzelfa-sern aus. Die Epidermis ist gelblich-weiss ; dieRindensubstanz ist fasrig-schwammig von dem üb-len Geschmack der ächten Ipecacuanha; der hol-zige Kern ist fest und weiss.

Der nur am Grund verbolzende Stengel istkaum über eine Spanne lang, einfach nnd aufstei-gend.

Die Blätter stehen an der Spitze des Stengelsauf kurzen Blattstielen beisammen; sie sind ver-kehrt-eiförmig oder keilförmig, ungefähr Zolllang, einen halben Zoll breit, kurz zugespitzt, amRand gekerbt, nur an der Basis ganz, mit wenigenanliegenden Haaren besetzt oder auch glatt, dun-kelgrün, unten blass. Die Afterblättchen sind lan-zettförmig, aufrecht, weiss-häutig mit grünen Rücken-nerven.

Die kleinen Blüthen stehen auf einzelnenfadenförmigen weichhaarigen Blüthenstielen in denBlattwinkeln. Die Kelchabtheilungen sind lanzett-förmig, am Rand mit langen gewimperten Zähnenbesetzt.

Die beiden oberen Blumenblätter sind sehrklein, lanzettförmig, spitz, concav und gekielt, am

N. et Eb. Handb. p. 39 g.

Th. Mart. Pharmacogn. p. 4g*

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Kiel gewimpert und an der Spitze am Rand zurück-geschlagen; die seitlichen Blumenblätter sindso lang als der Kelch, lanzettförmig, flach mit ei-nem Mittelnerven versehen, am Grund weiss, ander nach aussen abstehenden Spitze blass blau undgewimpert; das untere grosse Blumenblatt hateinen schmalen weissen Nagel; die Platte ist flachrundlich, blass blau mit einem violetten zweispal-tigen Flecken.

Die S ta ub ge fässe sind sehr kurz; die Anthe-ren haben einen runden häutigen dunkelgelbenKamm.

Der eiförmige Fruchtknoten ist abwärts ge-bogen. Der kurze gedrehte Gridel trägt eine krei-selförmige Narbe.

Die Kapsel ist eiförmig, fast dreiseitig, dreiklap-pig, einfächerig. Die Saamen sitzen in doppelterReihe auf jeder Klappe, im Ganzen sechs bis zwölf;sie sind eirundlich, schwarz. Der Embryo liegtin der Mitte des fleischigen Eiweisskörpers, ist kür-zer als dieser und durch die runden Cotyledonenausgezeichnet.

Die oben beschriebene Wurzel wird nach Herrnvon Martius in Brasilien, eben so >vie die ächteIpecacuanha angewendet. (Mart. 1. c.)

Abbildungen.

Martius Spec. mat. med. bras. tab. 8.