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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
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Kritifclie Verfuche.

einigen kann, fo erlangt diefes die grürste Gewis-sheit. Alle Begriffe fetzen voraus, dafs die Ge-genstände etwas Gemeinfcliaftliclies, Zufammenftim-mendes und Beharrliches haben. Wenn ich nungleich nicht aus blofser Erfahrung erkennen könnte,dafs diefes wirklich fo fey, es folgte aber aus demBegriffe der blofsen Möglichkeit einer Beziehungder Gegenftände auf mein Erkenntnisvermögen, fowürde ich dadurch von jenen Eigenfchaften, undalfo auch von der Zuverläffigkeit der Begriffe ebenfo gewifs feyn können, als ob es mich Erfahrungunmittelbar gelehrt hätte. Die Unterfuchung überdie Erkenntnis a priori wird uns hierüber einengröfsern Auffchlufs geben.

Vierter Ab Schnittüber

den Urfprung und die Möglichkeitder Erkenntniffea priori und a pofteriori.

Wir haben oben erkannt, dafs eine jede Vor*Stellung, folglich auch eine jede Erkenntnifs auszwei Elementen zufammengefetzt fey, nemlicli ausder Materie (dem Mannigfaltigen) und der Form(der Einheit). Nun unterfcheidet fich die Erkennt-nis von der Empfindung dadurch, dafs fie lieh aufein von der Vorftellung ielbft verlchiedenes Etwas,welches Objekt heilst, und der Vorftellung ent-spricht,