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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
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Dritter Verfucli.

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fpricht, bezieht. Wenn nun aber die Vorftellungdiefes Objekts möglich feyn füll, fo niuis es felbftans dem Mannigfaltigen und der Einheit zuläm-mengefetzt fevn. Denn da diefes die einzigen Be-dingungen der Vorftellung find, fo muffen die Ob-jekte, welche vorgeftellt werden follen, diefen Be-dingungen ebenfalls unterworfen feyn, weil lie fonftgar nicht vorgeftellt werden könnten, und ein Ob-jekt kann allo für uns nichts feyn, als ein gewiffesMannigfaltige, das zu einer Einheit zufammen-ftimmt.

Elier ift nun der Ort, wo es begreiflich ge-macht werden kann, wie gewiffe Prädikatevon den Objekten allgemein und noth-wenclig vorhergewufst werden können,wenn man auch gleich von diefen Ob-jekten felbft noch keine Erfahrunggehabt hat. Wir haben nemlich ein Erkennt-nifsverinögen; diefes kann nur unter gewiffen Be-dingungen Objekte erkennen, oder es erkennt nachgewiffen Gefetzen, die fo lange dauren als das Er-kenntnifsvermögen felbft. Wenn nun die Dinge inBeziehung auf diefes Erkenntnifsvermögen erwogenwerden, fo dafs fie als mögliche Objekte des Er-kenntnifsvermögens gedacht werden; fo könnenfie felbft fchlecliterdings nicht anders befchaffenfeyn, als fo, dafs fie die Möglichkeit ent-halten, ohne welche fie gar keine Objekte der Vor-ftellungen diefes Vermögens werden können. Wennman daher das Erkenntnifsvermögen zum ObjekteElfter Band. Ss der