Von andern philofoph. Syftemen. 5 1 ?
2u welchem Zuftanrle werde ich zurückkehren? Umweffen Gunft füll ich mich bemühen, und wefl'enUnwillen foll ich fürchten? WasfiirWefen umge-ben mich? Und auf welche habe ich einen Einflufs,und welche haben einen Einflufs auf mich? Von al-len diefen Fragen werde ich ganz verwirrt, und fe-he mich in der allerbeweinenswürdigften Lage, dieman fich nur einbilden kann, umringt von der tief-ften Finfternifs, und des Gebrauchs jedes Gliedesund jeder Kraft beraubt.
Zum gröfsten Glück fügt fichs, dafs, weil dieVernunft unfähig ift diefe Nebel zu vertreiben,die Natur felbft zu diefem Zwecke hinreicht,und mich von diefer philofophifchen Melancholieund von meinem Delirio heilt; entweder dadurch,dafs fie diefe Neigung des Gemüths fchwächt, oderdafs fie mich zerftreut, und den Sinnen lebhafte Irn-preffionen giebt, wodurch alle diefe Schimären ver-wifcht werden. Ich gehe zu Tifche, ich fpiele Trik-trak, ich gehe in Gefellfchaft, bin vergnügt mit mei-nenFreunden; und wenn ich nach einem drei odervierftündigen Genulfe des Vergnügens wieder zudiefen Spekulationen zurückkomme, fo kommen fiemir fo kalt, fo gezwungen, fo lächerlich vor, dafs ichmich kaum ernftlicli entfchliefsen kann, mich wei-ter mit ihnen zu befchäftigen.
Flier finde ich mich abfolut und nothwendigbeftimmt zu leben und gleich andern Menfchen in
Sachen des gemeinen Lebens zu handeln. Aber
ohn-