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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
517
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Von andern pliilofoph. Syftemen. 5*7

lofophie übrig laffe. Wir retten uns von diefein to-talen Scepticismus nur durch jene feltfame und deinScheine nach geringfügige Eigenfchaft der Phantafie,wodurch es uns fauer und fchwer ankömmt, in dieentfernten Gründe der Dinge einzudringen, weshalbwir denn nicht fähig find, die Vorftellungen davonmit einer fo lebhaften Impreffion zu begleiten, alsdiejenigen, welche uns leichter und natürlich find.Sollen wir es alfo zum allgemeinen Grundfatz an-nehmen, keine tiefe und mit Mühe durchgearbeite-te Unterfuchung gelten zu laffeu? Man erwege dieFolgen eines folchen Princips wohl. Dadurch zer-nichtet ihr alle Wiffenfchaft und all? Philofophieganz und gar: Ihr verfahrt nach einer einzigen Ei-genfchaft der Phantafie : und müfst doch nach derVernunft auf fie alle Rücklicht nehmen: Und ihrwiderfprecht euch auch felbft ausdrücklich; denndiefer Grundfatz müfste ja auf das vorhergehendeRaifonnement gebauet feyn, welches doch wahrhaf-tig fein und metaphylifch genug angelegt ift. Wel-che Parthei füllen wir alfo bei dielen Schwierigkei-ten ergreifen?

Wenn wir diefen Grundfatz annehmen, undalle Spekulationen verdammen, fo rennen wir in dieoffenbarften Ungereimtheiten. Wenn wir ihn umdiefer fpekulativen Gründe willen verwerfen, fo ver-wandeln wir den ganzen menfchlichen Verftand innichts. Es ift uns alfo keine Wahl zwifchen einer

falfchen