Von andern philofoph. Syftemen. 515
ift, und verurfacht, dafs wir von einem Objektezu demjenigen, das es gewöhnlich begleitet, undvon der Impreffion des einen zu dem lebhaftenBegriffe des andern übergehen? Eine folche Ent-deckung l'cbneidet nicht nur auf immer alle Hoff-nung ab, je befriedigt zu werden, fondern verwan-delt felbft alle unfre Wünfche in ein wahres Nichts.Denn es ift offenbar, dafs, wenn wir fagen, wirmöchten gern das letzte und wirkende Princip ken-nen, als etwas, das feinen Sitz in den äuffern Ob-jekten hat, dafs wir uns entweder geradezu wider-fprechen, oder unfre Worte ohne allen Sinn find.
Diefen Mangel in unfern Begriffen nehmenwir in der That im gemeinen Leben gar nicht wahr,und merken gar nicht, dafs wir bei den gewöhn-lichften Verbindungen der Urfache und Wirkung inAnfehung des letzten Princips, welches fie zufam-men bindet, fo unwiffend find, als bei den unge-wöhnlichften und aufferordentlichften Verbindun-gen. Aber diefes rührt allein von einer Täufchungder Imagination her; und die Frage ift nur, wieweit wir uns diefen Täufchungen überlaffen dürfen;Diefe Frage ift äufferft i'chwer, und bringt uns inein gefährliches Dilemma, wir mögen darauf ant-worten, was wir wollen. Denn wenn wir jedemelenden Einfalle der Phantafie Beifall geben; fo füh-ren fie uns, des Widevfpi'uchs, der unter diefen Ein-fällen oft felbft herrfcht, nicht einmal zu gedenken,
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