Von andern philofoph. Syftemen. 5°7
lerfefteften Begriffe cler perfünliclien Identität um-werfen? In chefer Rückficht bringt alfo das Ge-clächtnifs die perfönliche Identität nicht fowolhervor, fonclern es entdeckt he dadurch, dafses uns. das Verhältnifs der Urfache und Wirkungunter den verfchiedenen Vorftellungen zeigt. Eswird denen obliegen, welche behaupten, dafs dasGedächtnifs unfre perfönliche Identität ganz hervor-bringt, einen Grund anzugeben, warum wir unfreIdentität fo. weit über unfer Gedächtnifs. hinaus aus-dehnen können.
Das Ganze, diefer Lehre führt uns zu einemSchluffe, der in. der gegenwärtigen Sache von gre-iser Wichtigkeit ift,. nemhcli, dafs alle feine undfubtile Fragen über die perfönliche Identität nie ent-fcliieden werden können , und mehr für grammati-fche als pliilofophifche Schwierigkeiten angefehenwerden müffen.. Die Identität hängt von dem Ver-hältniffe der Begriffe ab;, und diefe Verhältniffe er-zeugen die. Identität durch jenen leichten Uebergang,clenifie verurfachen. Aber da die Verhältniffe unddie Leichtigkeit des, Uebergangs, allmählich in un-merklichen Graden vermindert werden kann, fohaben, wir kein richtiges Maas,, wornach wir einenStreit über die Zeit entfcheklen können, wenn fieden Anfpruch auf den Namen der Identität erlan-gen oder verlieren. Alle Streitigkeiten über dieIdentität der verknüpften Objekte, find blofse Wort-ftreite, aufser fo fern das Verhältnifs der Theilezu einer Erdichtung oder zu einem, eingebildeten
Prin-