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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
508
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5°8 Ucker die menfchliche Natur.

Princip cler Vereinigung Anlafs giebt, wie wirfchon gezeigt haben.

Was ich über den erften Urfprung und die Un-gewifsheit unfres Begriffs der Identität gefagt habe,fo ferne fie das menfchliche Gemüth betrifft, kannauch mit wenig oder keiner.Veränderung auf denBegriff der Einfachheit angewendet werden.Ein Objekt, deffen verfchiedene neben einanderfeyenden Theile durch ein enges Verhältnifs zufam-men gebunden find, wirkt auf die Einbildungskraftfaft auf diefelbe Art, wie ein vollkommen einfachesund untheilbares Ding wirken würde, und erfodertkeine gröfsere und keine längere Anftrengung desDenkvermögens zu feiner Vorftellung. Wegen dieferAehnlichkeit in ihrer Wirkung fchreiben wir ihmeine Einfachheit zu, und erdichten ein Princip derVereinigung als den Träger diefer Einfachheit undden Mittelpunkt aller verfchiedenen Theile und Be*fchaffenheiten des Objekts.

So haben wir unfre Prüfung der verfchiedenenSyfteme der Philofophie fowol der intellektuellenals materiellen Welt geendigt; und find, nach unfrerfreien Art zu philofophiren, auf verfchiedene Artikelgeführt worden, welche entweder einige vorherge-hende Theile diefer Abhandlung erläutern und be-ftätigen, oder den Weg zu unfern folgenden Meinun-gen bereiten werden. Es wird nunmehro Zeit zueiner engern Unterfuchung unfrer Materie zurück-zukommen und zu einer genauen Anatomie dermenfcblichen Natur fortzufchreiten, nachdem wir

die