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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
473
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Von andern philofoph. SyTtemen. 473

preffion paffen, oder eine folche vorftellen follte.Wir können daher niemals einen Widerftreit zwi-lchen einem ausgedehnten Objekte als einer Modifi-kation und einem einfachen, unzufammengefetztenWefen als feiner Suhftanz finden, wenn diefer Wi-derftreit nicht ebenfalls zwifchen der Vorftellungoder Impreffion diefes ausgedehnten Objekts unddelfelbigen unzufammengefetzten Wefens ftatt findenfoll. Jeder Begriff von einer Befchaffenheit in deinObjekte, mufs vorher eine Impreffion gewefen fevn;und daher mufs jedes wahrzunehmende Ver-hältnis, fowol der Einftimmung, als des Wider-ftreits, beiden, fowol den Objekten, als den Im-preffionen gemein feyn.

Ob diefer Beweis gleich im Allgemeinen be-trachtet fohon über allen Zweifel und Widerfprucherhaben zu feyn fcheint, fo wollen wir doch, umunfre Behauptung noch deutlicher und fühlbarer zumachen, noch weiter ins Detail gehen, und fehen,ob nicht alle Ungereimtheiten, die man in demSyfteme des Spinoza gefunden hat, auch eben-falls in dem Syfteme der Theologen anzutreffenfind *).

Erftlich. hat man gegen den Spinoza,nach der fcholaftifchen Art zu denken, oder viel-mehr zu reden, gefagt, dafs eine .Modifikation,wenn fie ohne unterfchiedene und abgefonderte Exi-ftenz wäre, daffelbe feyn miifste, als ihre Subftanz,

und

*) S. Baylens Diction. Art. Spinoza.