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Ueber die menfcliliclie Natur.
Vierter Abfclinitt.
Von der neuen Philofophie.
Aber, wenn die Einbildungskraft, nach mei-nem eignen Geftändniffe der letzte Schiedsrichteraller philofophifchen Syfteme ift, fo kann man mirvorwerfen, dafs ich ungerecht verfahre, dafs ichdie alten Philofophen deshalb tadele ? weil fie fichdiefes Vermögens bedient, und fich der Leitungdeffelben in ihren Schlüffen ganz und gar üb er! affen,haben. Um mich alfo deshalb zu rechtfertigen,mufs ich in der Einbildungskraft einen Unterfchiedzwifchen folchen Prineipien machen , die daurend,nnwiderftehlich und allgemein find, fo wie der aufGewohnheit gegründete Uebergang von Urfachenzu Wirkungen und von Wirkungen zu Urfachen:und zwifchen folchen Prineipien, welche veränder-lich, fchwach und unregelmäfsig find: fo wie die-jenigen find, von denen ich fo eben geredet habe.Die erftern find der Grund aller unfrer Gedankenund Handlungen, fo dafs die menfchliche Naturunmittelbar zernichtet werden und untergehenmüfste, wenn man fie aufhübe. Die letztem aberfind für das menfchliche Gefchlecht tveder unver-meidlich noch nothwendig oder zur Führung desmenfchlichen Lebens unentbehrlich; fondern imGegentheil, man trifft fie nur in fchwachen Gemii-thern an, und da fie fogar den übrigen Prineipien
der