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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
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431
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Von andern philofoph. SyJTtemen. 431

nach einer Stunde, was auch immer im gegenwär-tigen Augenblicke feine Meinung feyn mag, ganz se-wiis von demDafeyn einer innern und äuffern Weltüberzeugt ift; und diefer Vorausletzung nachgehendwill ich jetzt noch einige allgemeine Syfteme fowohl der Aeltern als Neuern hierüber prüfen, eheich zu einer noch mehr befondern Unterfuchungüber unfre Impreffionen komme. Diefes wird viel-leicht am Ende nicht undienlich zu unterm Vorha-ben befunden werden.

Dritter Abfchnitt.

Von der alten Philofopliie»

Verfchiedene Moraliften haben es als ein vor-trefliches Mittel empfohlen, mit unferm eignen Her-zen bekannt zu werden, und unfere Fortfehritte inder Tu gend kennen zu lernen, wenn man fich desMorgens feiner Träume erinnert; und fie mit der»felbigenStrenge prüfte, wie unfre ernfthafteften undbeclachteften Handlungen. Unfer Charakter, la-gen fie, ift durchaus derfelbe, lind er erfcheint da amaüfrichtigften, wo weder künftliche Verftellung,noch Furcht, noch Politik ftatt finden, und wo dieMenfchen weder gegen fich noch gegen AridereHeuchler find. Das Groffe oder Niedrige unfersCharakters, unfre Sanftmuth oder Graufamkeit,rißfer Muth oder unfre Feigheit wirken mit der un«

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