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Ueber die m e n fehl i che Natur.
find. Da aber dem Gemüthe nie andre Wefen ge*genwärtig find, als Vorftellungen; fo folgt, dafswir zwar eine Verbindung oder ein Verhältnis derUrfach und Wirkung zwifchen verfchiedenenVor-ftellungen, aber nie zwilchen Vorftellungen undObjekten bemerken können. Es ift alfo unmöglich,clafs wir von der Exiftenz oder von irgend einer Ei-genfehaft der erftern, auf clie Exiftenz des letztemfchliefsen follten, oder dafs wir unfre Vernunft indiefem Stücke je befriedigen könnten.
Nicht weniger gewifs ift es, dafs diefes philo-fophifche Syftem nicht fonderlich durch die Ein-bildungskraft empfohlen wird, und dafs die-fes Vermögen von felbft und aus urfprünglichen na-türlichen Antrieb nie auf ein folches Princip würdegefallen feyn. Ich geftehe, dafs es eine fchwere Sa-che feyn wird, diefes dem Lefer bis zu feiner voll-kommnen Befriedigung clarzuthun; weil ein vernei-nender Satz darinnen vorkommt, der in vielen Fäl-len gar keinen pofitiven Beweis zuläfst. Wenn fichjemand clie Mühe geben wollte, diefe Frage zu un-leidlichen, und ein Syftem erfände, worinne der di-rekte Urlprung diefer Meinung von der Einbildungs-kraft erwiefen würde, fo würden wir durch die Prü-fung diefes Syftems ein gewiffes Urtheil über die ge-genwärtige Materie ausfprechen können. Mannehme einmal als erwiefen an, dafs unfre Vorbei*lungen zerriffen und unterbrochen, und obgleichähnlich, dennoch von einander verfchieden find;uncl lafst ihn nun bei diefer Vorausfetzung zeigen,
wie