Von andern philofoph. Syftemen. 42f
wie die Phantafie direkte und unmittelbar zu demGlauben einer andern Exiftenz komme, die diefenVorftellungen ihrer Natur nach ähnlich, aber dochkontinuirlich, ununterbrochen und identifch fey;und wenn er diefes zu meiner Befriedigung gethanhat, fo gelobe ich meiner gegenwärtigen Meinungzu entfagen. Unterdeffen aber kann ich nicht um-hin von der Abftraktheit und Schwierigkeit der er-ftern Vorausfetzung zu fchliefsen, dafs die Phantafienur uneigentlich den Glauben an diefen Satz bewir.ken könne. Wer den Urfprung der gemeinenMeinung in Anfehung der kontinuirlichen und un-terfchiedenen Exiftenz erklären will, mufs das Ge-müth in feiner gewöhnlichen Lage nehmen,und mufs von der Vorausfetzung ausgehen, dafs un-fre Vorftellungen die einzigen Objekte find, und däfsfie auch dann fortfahren wirklich zu feyn, wenn fiegleich nicht wahrgenommen werden. Wenn diefaMeinung gleich falfch ift, fo ift fie doch die natiir-lichfte, und ift allein der Phantafie vorzüglich an-gemeffen.
Was den zweiten Theil des Satzes betrifft,dafs ne hm lieh das pliilofophifche Sy-ftem feinen ganzen Ein flufs auf dieEinbildungskraft, von einer vulgärenMeinung erhalte; fo bemerken wir, dafs ereine natürliche und unveränderliche Folge des vor-hergehenden Schluffes ift; nach welchem behauptetwurde, dafs er keinen unmittelbarenGrund in der Vernunft und Einbil-
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