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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
377
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Von andern philofopli. Syftemen. 377

be oder nicht? Diefes ift ein Punkt, clen wirbei allen unfern Erkenntnifi'en fichon als ausge-macht annehmen mülfen.

Der Gegenfland unfrer gegenwärtigen Unter-fuchung betrifft allo die Urfachcn, welcheuns antreiben, an die Wirklichkeit der Körper zuglauben; und ich will meine Sehliifle über diefenPunkt mit einer I.mterfcheidung anfangen, welchebeim erften Anblick iiberflüffig fcheinen kann, dieaber fehr viel zum vollkommnen Veritändnifs def-fen was folgt, beitragen wird. W T ir miilfen folgen-de zwei Fragen, die gewöhnlich vermengt werden,jede insbefondere prüfen, nämlich warum wir denDin gen eine k o n t i n u i r 1 i c h e Exiftenz , felbftalsdann beilegen, wenn fie unfern Sinnen nicht ge-genwärtig find; und warum wir annehmen, dafsfie eine von unfrer Seele und den Vorftellungenverfchiedene Wirklichkeit haben. Unter dem.letztem Kapitel begreife ich ihre Lage eben fowohl,als ihre Verhältniffe, ihre äuffere Stellung nichtminder als die Unabhängigkeit ihrer Exiftenzund ihrer Wirkungen. Diele zwei Fragen über diekontinuirliche und uuterlchiedene Exiftenz der Kör-per find innigft mit einander verknüpft. Denn wenndie Objekte unfrer Sinne fortfahren wirklich zufeyn, felbft alsdann, wenn fie nicht wahrgenom-men werden, fo ift ihre Exiftenz von dem Laufeunl'rer Gedanken unabhängig, und von der Vor-ftellung verfchieden: und umgekehrt, wenn ihreExiftenz von der Wahrnehmung unabhängig und

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