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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
378
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378 Ueher eile inenfchllche Natur.

verfchieden ift, fo muffen fie fortfahren wirklich zufevn, wenn fie auch gleich nicht wahrgenommenwerden. Aber obgleich die Entfcheidung der einenFrage auch zugleich die andre mit entfeheidet; fowollen wir doch, um die Principien der menfchli-dien Natur, auf welchen die Entfcheidung beruhet,defto leichter zu entdecken, diefe Unterfcheidungbeibehalten, und erwägen, ob Sinne, Ver-iiunft oder Einbildungskraft die Meinungvon einer ko n tin ui rl i ch en oder unter-fc hie denen Wirklichkeit erzeugen. Diefes finddie einzigen Fragen über diefe Materie, welcheverftändlich find. Denn was den Begriff der äuf-fern Exiftenz betrifft, wenn fie für etwas genom-men wird, das fpccififch von unfern Vorftellungenverfchieden ift;' fo haben wir fchon oben *) deffenUngereimtheit dargetlian.

Um bei den Sinnen anzufangen, fo ift klar,clafs diefe Fähigkeiten den Begriff einer kontinu-irlichen Exiftenz der Objekte, nachdem fie denSinnen nicht mehr erfcheinen, nicht geben können.Denn das ift Contradictio in terminis und fetzt zumVoraus, dafs die Sinne noch fortführen zu wirken,felbft wenn fchon alle Art ihrer Wirkung aufgehörthätte. Diefe Fähigkeiten können alfo zwar, wenn,fie in dem gegenwärtigen Falle einen Einflufs haben,den Begriff einer verfchiedenen, aber nicht den ei-ner kontimiirlichen Exiftenz erzeugen; und müffen

des-

*) Th. 2 . Abfclm. 6 ,