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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
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Von den Begriffen.

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gleich die Aehnlichkeit zu allen philofophifclienVerhältniffen nothwendig erfordert wird, fo folgtnicht, dafs fie allemal auch eine Verknüpfung oderVergefellfchaftung der Begriffe hervorbringe. Dennwenn eine Eigenfchaft fehr allgemein ift und demallergröfsten Theile der Individuen zukömmt, fowird die Seele nicht durch diefelbe zu gewiffen be-ftimmten Gegenftänden geleitet; die allzugrofseMenge, die fich auf einmal zur Wahl darftellt, hin-dert die Einbildungskraft, bei einem einzelnen Ob-jekte ftehen zu bleiben.

2. Identität mag die zweite Stelle unterden Grundverhältniffen einnehmen. Diefes Ver-hältnifs betrachte ich hier in feinem ftrengften Sin-ne, in fo fern es fich auf beftändige und unverän-derliche Objekte bezieht, ohne mich auf die Naturund den Grund der perfönlichen Identität einzulaf-fen, die in der Folge ihre Stelle finden foll.- DieIdentität ift unter allen Verhältniffen das allge-meinfte, weil fie jedem Wefen zukommt, das einigeDauer hat.

3. Nach der Identität ift das weitumfaffenclfteund allgemeinfte Verhältnifs das von Raum undZeit, welche Vorftellungen die Quellen einer un-endlichen Anzahl von Vergleichungen find, z. B.Entfernung, Kontiguität, oben, unten,vor; nach, u. f. w.

4. Alle diejenigen Gegenftände, welche Grö-fse und Zahl zulaffen, muffen in diefer Rück-ficht verglichen werden; welche Begriffe daher

eben-