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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
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44
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44 Ueber die menfchliche Natur.

che hat der Ausdruck Verhältnifs nur immer die er-fte Bedeutung; nur in der Philofophie erweitert mandie Bedeutung dahin, dafs man auch jedes Prädikat,wodurch die Gegenftände mit einander verglichenwerden können, darunter verfteht, ohne dafs einverknüpfendes Prineipium da wäre. So wird alfodie Entfernung felbft bei den Philofophen fürein wahres Verhältnifs gelten mtiffen, weil wir denBegriff davon nur durch die Vergleichung der Ob-jekte erhalten, da man hingegen in der gemeinenSprache fagt, dafs nichts von dem andernweiter entfernt feyn könne, als cliefeoder jene Dinge, und dafs nichts we-niger in Verhältnifs mit einander fte-lie; gleichfam, als ob Entfernung und Verhältnifsgar nicht zufammen beftehen könnten.

Es würde eine endlofe Bemühung fe^n, allediejenigen Eigenfchaften aufzuzählen, durch welcheObjekte verglichen werden können, und durchwelche die Begriffe von den philofophifchenVerhältniffen erzeugt find. Aber wenn wir fie ge-nau erwägen, fo finden wir, dafs fie fich füglichunter Geben Haupttitel bringen laffen, die man alsdie Quellen aller philofophifchen Verhältniffe anfe-hen kann.

i. Der erfte ift. Aehnli chk ei t: dies ift einVerhältnifs, ohne welches gar kein philofophifchesVerhältnifs feyn kann; weil Objekte gar nicht ver-glichen werden können, wenn fie nicht in irgendeinem Stücke einander ähnlich find. Aber wenn

gleich