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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Place and Date of Creation
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Von den Begriffen.

fes uns leicht die übrigen in die Gedanken; undwenn wir an eine Wunde denken, fo können wiruns kaum enthalten, an den Schmerz zu denken,der damit verbunden ift. Im erften Falle ift Aehn-liclikeit, im zweiten Kontiguität, im dritten Ur-fache und Wirkung der Grund der Verknüpfung.Allein, dafs die Aufzählung diefer Gründe vollftän-dig fey, und dafs es aufser diefen keine Gefetze derAflociation mehr gebe, möchte wol fchwer feyn,zur Befriedigung des Lefers, oder auch nur zu mei-ner eignen Genugthuung zu beweifen. Alles, wasman in dergleichen Fällen thun kann, ift, verfchie-dene Beifpiele durchzugehen, und den Grund forg-fältig zu unterfuchen, der die verfchiedenen Gedan-ken mit einander verbindet, und nicht ehr aufzu-hören, bis man das Princip fo allgemein gemachthat, als es nur 'immer möglich ift *). Je mehrFälle wir auf diefe Art prüfen, und mit je gröfse-rer Sorgfalt diefes gefchieht, riefto mehr Verliche-rung erlangen wir, dafs die Angabe unfrer Gefetzaganz und vollftändig fey.

Um den ganzen Umfang diefer Verhältniffdzu verliehen, mufs man noch erwägen, dafs zweiGegenftände in der Einbildung nicht nur alsdemt

ver-

*) So ift z. E. der Kontraft oder der Widerftreitebenfalls ein Grund der Verknüpfung der Be-griffe: aber vielleicht kann er doch als etwas,das aus der Verurfacliung und der Aehn-lichkeit zufammengefetzt ift, betrachtet wer-den.