Gefetzt aber, man könnte auch keinen andernVortheil von diefen Bemühungen ziehen, als dieBefriedigung einer unfchuldigen Wifsbegierde, fowäre doch auch diefes fchon nicht zu verachten*da es doch ein Zuwachs zu jenen wenigen fichernund fchuldlofen Freuden wäre, die dem Menfchen-gefchlecht zu Theil geworden lind. Der angenehm-fte und unfchuldigfte Weg des Lebens läuft durchdie Felder der Wiffenfchaft und der Gelehrfamkeit jund wer daher entweder Hinderniffe aus dieferBahn wegräumen, oder eine neue Ausficht eröff-nen kann, follte fchon in diefer Rückficht als einWohlthäter der Menfchheit hochgefchätzt werden.Und obfchon diefe Nachforfchungen befchwerlichund ermüdend fcheinen mögen, fo ift es doch miteini.een Gemüthern, wie mit einigen Körpern, diemit ftarker und blühender Gefundheit ausgerüftet,eine ftrenge Uebung verlangen, und da Vergnügenerndten, wo der gröfste Theil der Menfchen nicht?als Befchwerlichkeit und Arbeit lieht. Wahrlich dieDunkelheit ift dem Verftande eben fo verdriefslichals dem Auge, aber das Dunkel zu erhellen, mufsnothwendig, fo viel Mühe es auch immer gekoftethaben mag, angenehm und ergötzend feyn.
Doch diefe Dunkelheit in der Metaphvfik ftelltman uns nicht nur als etwas befchwerliches und er-müdendes entgegen, fondern auch als die unver-meidliche Quelle von Ungewifsheit und Irrthum.Hierin liegt eigentlich der gerechtefte und fchein-barfte Vorwurf für einen beträchtlichen Theil der
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