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Ueber die menfchliche Natur.
Metaphyfik; dafs fie nemlich, eigentlich zu reden,gar keine Wiffenfchaft fey; fondern entweder von.dem fruchtlofen Beftreben der menfchlichen Eitel-keit entftehe, welche in Dinge eindringen will, diefür den menfchlichen Verftand gar nicht zugäng-lich find; oder von der Schlauigkeit des Volksaber-glaubens, der, unvermögend, fich im offnen Feldazu vertheidigen, diefe verwickelnden Dornen auf-wirft, um feine Schwäche zu decken und zu fchfi-tzen. Aus dem freien Felde verjagt, flieht fein Ge-findel in das Gebüfch, und lauert, bis es an irgendeinem nicht gedeckten Zugänge der Seele einbre-chen, und fie mit abergläubifcher Furcht und Vor-urteilen überwältigen kann. Der herzhaftefte Geg-ner unterliegt, wenn er nur einen Augenblick auffeiner Hut zu feyn vergifst. Und viele öffnen ausFeigheit itnd Thorheit den Feinden die Thore,und nehmen fie freiwillig mit Ehrfurcht und Unter-tänigkeit auf, gleich wie ihre rechtmäfsigen Be-herrfcher.
Aber ift dies wol ein hinreichender Grund,weshalb die Philofophen von folchen Unterfuchun-gen ablaffen, und den Aberglauben immer im Be-litz feines Hinterhalts laffen füllen? Ift es nichtvernünftiger, gerade das Gegenteil zu befchliefsen,und der Notwendigkeit, den Krieg in die ge-heimften Schlupfwinkel des Feindes zu fpielen, zufolgen ? Umfonft bilden wir uns ein, dafs die Men-fchen, des öftern Mislingens müde, doch endlicheinmal folche luftige Wiffenfchaften verlaffen, und
das