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10 (1887) Vokabellernen - Zwingli
Entstehung
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603
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3cid)iicii. (»OS

ganjen ©trede l;abe; bei jinreicjenber Übung inu| bieg wutreffen, offne bafj eine2 öiberI;olung nötig roirb. ! 3 ft bie gegebene ©trede ju grofi für einen fidjeren Über»blid, fo roirb fie juerft burdfj beiberfeitigeg 2ßegnel;men gleid^er ©tüde auf ein fafjlicljeS?J?af 3 oerringert. Segrenwte Kreisbögen roerben auf itjre Halbierung ebenfo beljanbeltwie gerablinige ©treden.

3. Übungen mit bem Stettin infei beS ©d;iebbreiedS ergeben fid;aus mandjen Sejrfätsen ber ©lementargeometrie, unter benen ber ©ai; non ben breiin einem fünfte fid; fd;neibenben Höllen eines SreiedS unb ber nom fßeripljerieroinfelbeS HalbfreifeS »oranftefjen. Setsterer ©a£ roirb in ber fjorm »ermenbet, bafj ber3eid)ner burdj einen Ißunft A eine 2lnwa(;l geraber Sinien jie^t, auS einem jmeitenfünfte B Sote auf fie fällt unb fdjliefjlid; prüft, ob ein bem Surdjmeffer AB ent»fpredfenber Kreis fämtlid;e fjfujspunfte aufnimmt.

SJBenn nun bie bisher aufgejäljlten Übungen in gml;rung ber roidjtigften 3 eidjen=apparate abgemadfjt finb, beginnt ein jroeiter 2;eil beS UnterridjtS, für ben ©djülerfdjroieriger als ber erfte. @S gilt jefst, ftetige Kuroen geidpneit ju lernen, roeldfefeine Kreife finb, aber einem geometrifdjen ©rweuguitgSgefef) folgen. Sa burd; Kon»ftruftionen auf ©runb beS betreffenben ©efe|eS immer nur eine Sieifje oereinweiterfünfte ober Sangenten einer folgen Kuroe erlangt roerben fann, fo bleibt bie Her=ftellung einer lüdenlofen 5ßeripl;erie bent^uge aus freier ^anb überlaffcn. 9)fitbiefern oerooflftänbigenben 3 uge roerben felbft foldfe ©djüler, roeldje fdjon eine erfledlicfjegertigfeit im gteilfanbgeidjnen erroorben l;aben, anfangs nid;t fogleid; jured;tfommenbem 2 lttge mufj erft ein fidleres ©efül;l für gefeijmafjige ©tetigfeit einer frummenSinie angebilbet roerben, eine gefieigerte ©mpfinblidjfeit für älbroeidjungen oom ©efetj.$el;ler im 3ug ber Sinie taffen fid) aflerbingS, gerabe roegen ber llnerbittlidjfeit beSgeometrifdjen ©efe^eS, leidster roarneljntcn, als beim gteifjanbjeidjnen nad; einer Sor»läge: aber fdjroer roirb eS bem Anfänger, ben erfannten fyejler richtig ju »erbeffern.©l;e man fReinjeidjnungen auf bem 9feif;brett auSfüljren läfjt, muff wuoor eine jiemfidje2tn§aI)I oon Seifpielen im ©ntrourfjeft gejeidjnet roorben fein; audj ift eS gut, benSd;ülern genau gejeidjnete ftetige Kuroen Bordeigen, fie aufmerffam ju madjen aufbie llnterfd;iebe sroifd;en einer foldjen Kuroe unb einer aus berüjjrenb oerbunbenenKreisbögen gebilbeten nad;al;menben ©eftalt, 5. S. auf baS ttnfdjöne einer fogenanntenSinfenlinie" (beren Hälfte an Sauten ber ©pätrenaiffance öfters eine l;albe ©llipfeoertreten fofl), gegenüber einer roirflid;en ©tlipfe. 3)fit bem ©efül;l für gefefslicfjeStetigfeit roädjft wugleicfj baS SerftänbniS für bie ©djönljeit frummliniger formen.2 ludj roo ber ©djüler ein ©efe| nod; nid;t fennt, folt er bei einer i(;m oorgelegtenKuroe imftanbe fein, ju beurteilen, ob fie überhaupt gefefsinäfjig entftanben fein fönneober roillfürlidj erfunben fein loerbe, unb im legieren 3*all, ob bie H«nb beS 3cid;nerSoon richtigem ©inn für innere H artlt °nie (einem unberoufjten ©efei}) geleitet roorbenfei ober nid;t. Ser Sejrer mag an ber ©djultafel aus freier H an b eine Kuroe mitabfid;tlid;en Serftöfjen gegen ftetigen Serlauf jeidjnen unb oon ©d;ülern bie ©teilenaufweigen laffen, roo foldje Serftöfje fid; »erraten.

$ür baS ßeidmen oon Kuroen fommen roeid;ere Sleiftifte in Slnroenbung alsfür baS $i e l) e tt geraber Sinien, unb fie roerben felbftoerftänblidj fonifdj gefpibt (nidjtmeifjelartig gefdjärft, roie für ©erabe). 9Jüt Sufdj ausgewogen barf eine Kuroe erftbann roerben, roenn il;re Sleiftiftweidjnung in allen Seilen berichtigt unb feftgeftelltift. SaS 2luSwiel;en gefdjieijt entroeber frei mit Heilten ©taf;lfebern, ober unter Se=nufcung oon ©d;ablonen mit ber SRei^feber. SeibeS muf befonberS gelernt unbgeübt roerben; baS freie 2fuSwieIjen ift baS bei roeitem ©cjroierigere, aber aud; bierichtige 2lnroenbung ber ©djablonen (Kuroenlitteale, ©d;roungl;örner) oerftejt fid; feines»roegS oon felbft. Ser 2fnfänger ift in Serfudjung, einem Sogen beS angelegtenKuroenlinealS 511 10 eit nadjwugefjen, roenn er nicht gar meint, man fönne baSfelbe fdjoitJur erften Serbinbung mehrerer einwein fonftruierter ißeripljeriepunfte benu^en unb