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10 (1887) Vokabellernen - Zwingli
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3cirfjitcu-

bunfelfarbigem 3 eu 3 * welche fenfredjt gur fyenfterroanb bie eingeltren f^ertfter oon ein-anber trennen. 23ei fünftlidjer SMeuchtung am Slbenb erteilt jebe« 9)iobeE feineeigene ©a«flamme mit ©djirm, roäl;renb eine grocite fylamme mit etroa« anber« ge=formtem ©d)irm bem ©dpiler, ober einigen nad) bemfelben fOlobelf arbeitenben ©djülem,ba§ Rapier ber 3 rid;enrahme beleuchtet; beibe ©d;irtne miiffen fo geftellt fein, baffbie ihnen entfpredjenben Sichtfegei fid; nicht freugen. Sie ©chatten am SJlobell tretenbei ©a«Iid)t noih beftimmter unb fräftiger Ejerttor als bei Sage. §aben einzelne©chüler bebeutenbe gertigfeit im 3 rid;nen nad; ©ip«föpfen erlangt, fo fönnen fie umbebenflid; gum 3 rid)nen nn d; dem landen SJlobell fortgeführt roerben, roomit übrigen«nicht au«fdjliehlid) da« auf ben kunftafabemieen eingefüf;rte3lft"=3 e iö5 nen ge=meint fein foH.

Ser ©runbfah, bah da« 3 e 'd)nen nad) dem körperlichen ben eigentlid;en kerneine« ernftlid) gemeinten 3 ridjnenunterridjt« 311 bilben ^abe, ift aud; begüglidj berfdjon oorgerüdten ©chüler nicht in ausfddiefjenbem ©inne auggulegen. ©bene $or=lagen, unb groar je|t ©ingelblätter, !ommen ein groeite« 9M gu nüpdjer SSerroendung,roenn im 3 rid;nen nach ©ip3 rin geraiffer ©rab ber gertigfeit erreid;t ift, etroanachbem bie köpfe be« Sllejranber Supui« abgemad;t finb. Sie«mal haben bie inülbroech«tung mit fdjroierigeren ©ip«mobeIlen gu benutjenben S3orlegebIätter einenmefentlich anberen al« bie fffianboorlagen be« 2 lnfängerunterrid;t«. 3 unädjft

ift oon Sorlegeblättern bie Siebe, auf benen gang ähnliche ©egenftänbe roie bie bem©d;üler al« ©ipgtnobelle befannten mufterljaft bargefteUt finb. Sin il;nen foll ber©d;üler ba« lernen, 10 a« man guroeilen benguten SSortrag" nennt, b. I;- ei ' foll er=fennen, mie eine Slad^bilbung be« körperlid;en nicht blofj richtig, fonbem gugleicf;gefällig unb gefchmadooll gu geben ift, roorüber gute fOlufter fchnetter belehren al«bie immerhin nebenl;ergel;enben münblichen Slnbeutungen be« Selfrer«. SBährenb beimfd;attierenbcn 3 rid;nen nach ©ip3 anfänglid; nur bie »ergebenen ©chattentöne felbftunb lebiglich burd; ben 2Sifd;er eingutragen finb, foll fpäterfjin an einer auf Son=papier au«gefül;rten 3 ridjnung ber ©djein be« ißlaftifcfien noch daburdf) er^ö^t roerben,bah mnn an ben im fülobetl am hedften beleud;teten ©teilen Sichter mit roeiher kreibeauffelgt. Siefe Sichter gleid;fall« bloh burch Verreiben ^erjuftelfen, geht roegen berSlatur ber roeihen kreibe nicht tool an; man legt geroöl;nli<h eine geeignete ©djraf=fierung barüber, roa« aber bann, gur 2SaI)rung ber ©leichförmigfeit, bie konfequengnad; fich grifft, bah aut h bie Betriebenen ©chatten burd; Schraffierung gebeeft roerbenmüffen. S£od; fpäter foH ber begabtere Seil ber ©chüler lernen, ©chatten unb §alb=lichter eingig burch ©d;raffierung, gang ohne Verreiben, gu ergielen. ©in richtige?©dfraffieren ift aber fchroierig, forbert nicht nur ein feine« grormgefüf)!, fonbem oorallem ba« ©tubium oerläffiger Sorbilber, roie fie am ooHfommenften in fjanbgeid;-nungen unb ©tid;en älterer SJleifter gu finben finb.

©in britte« 2Ral erroeifen fid; SSorlegeblätter al« notroenbig, roenn oorgefd;rittene©chüler gu Slrbeiten gugelaffen roerben follen, roelche eine befonbere, burch unmittel=bare« 3ladfjgeicf)nen förperlicher ©egenftänbe gar nicht gu erlemenbe Sarftellung«manier»erlangen. Sahin gel;ören fy e b e r g e i d; n u n g e n unb bie Slnfänge be« S a n b f d; a f t«geid;nen«. Sa« ©djraffieren bei gebergeidmungen ift ein anbere« al« bei berkreibegeichnung unb muh neu eingeübt roerben; beibe ©d)raffierung«arten itnterfdjeibenfiel) roie bie fcharfe ©pi|e ber ©tafflfeber unb ber ftumpfere kegel be« kreibeftifts.Silan fann einem 3 e 'ci)ner allerbing« auch aufgeben, etroa ein ornamentale« ®ip3*mobetl in fyebermanier abgugeichnen, aber erft roenn er guoor bie fDlanier felbft fid;angeeignet hat, roa« nur burch kopieren guter SSorlegeblätter gefdjel;en fonntc; unbfelbft bann noch ntirb ntand;er nicht oöHig fidfere 3 rid;ner e« oorgiehen, nach demfOlobell fich gunädfft einen ©ntrourf mit gemifchten ©d;atten gu machen unb an einergroeiten 3 eidfnnng die ©djattentöne in bie fyebennanier gu überfeinen. kunftfd;ulenunb geroerbliche fyortbiIbung«fd;ulen l;aben bei benjenigen ihrer ©chüler, roeld;e fidj gu