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Sugenbbilbung regelnbe 9)tad;t (Areopagit. 36 ff.). ®abei Ijat er nun audj, fjicrinftarf non Xenophon ftd^ entfemenb, bie litterarifdje Vilbung in ihrem Sßerte für bieSugenb erfannt. Über Ißoefie freilich ift fein Urteil ein befdfjränfteS, unb bebeutfamerfcfjienen ilpn wol nur bie bibaltifdjen $Did;tungen non $efiob, Vh°fr)libeS unbSCfjeogniS (ad Nicocl. 3, 42 ff., Busir. 28. f.). ®aS SBefte non ben SDicljtem foUbie Sjugenb aitSroenbig lernen, unb and) bie Sßerle anberer, felbft ber ©opljiften,roenn fie VütjIicheS barbieten; benn roie bie Vielte aus allen ipflangen baS Vefte giefje,fo müffe audj berjenige, melier fidj gu bilben ftrebe, non öden ©eiten niitslidje Äennt-niffe einfammein (Panegyr. 159, Demonic. gg. baS ©nbe). ©riftif, SCftroIogie, ©eo-ntetrie unb oerroanbte gadjer erfcheinen iljm groar als unnüt) für baS Seben, aber erläjjt fie gelten als yvuvimluv vr/g xpv/^fjg y.ai nu.Qaay.tvrjv rijg cptloaotpiug (natürlichber iß^ilofopljie in feinem ©inne, Antidos. 258 ff.), !ye mel;r er unjufrieben iftmit ber ©ittenoerberbniS ber Sfugenb feiner ,3eit, befto nad)brüdlid;er roeift er auf biegroßen SSorbilber ber Vergangenheit Ijin (Panatlien. 138, Areopagit, 29 ff.) Vgl. imallgemeinen Baum gar ten-Crusius, De oratoribus Graecis, maxime Isocrate,egregiis institutionis pulilicae magistris (5Reifj en 1833).
Dbrool begeifiert für bie roahre ®emof'ratie, l;at £jfofrateS bod^ auch bie Ve=beutung einer roeifen unb geredjt roaltenben SDtonardfjie erfannt, unb in ber gufdjriftan VifofleS raie in ber Sobrebe auf ©uagoraS einen fyürftenfpiegel aufgeftellt, ber imroef entliehen bie (gbeen XenopfjonS über föniglidjen Veruf roiberl)olt. Aud) nach itpnift bie Sdhätigfeit beS ^errfd^erg roie bie fd^roierigfte, fo bie fegenäreidjfte. ©r muffburdj äBeiSljeit unb ®ugenb alle übertreffen unb in feinem Verufe ein roaljreS ?ßriefter=tum erfennen, non roeldjetn baS fdfjönfte Dpfer bargebrad£)t, ber roürbigfte ©otteSbienftnerroaltet roirb. ®ann ift er ein Vorbilb für bie non ilpt Veherrfdfjten, baS roirf=famfte unb binbenbfte ©efe| für fie, unb gern bilben fie fid; nach il;m, ber aud) mitben beften Vatgebern unb Veamten fidj umgiebt unb fo mit um fo größerem Vadjjbrudbafür forgen bann, baf; alle in ben rechten ©leifen fid) beroegen.
©S roar folgerichtig, baff audfj SfofrateS, inbem er fo für baS ©taatslebenalle? unter fittlidjjen ©efiddSpunft ftellte, baS 9ted)t beS einjelnen Staates im Ver=IjältniS gu anberen nach feiner fittlidjen 3nichtigfeit beftimmte. üffiie er nun aberIjierauS bie bebeutfamften Folgerungen gog, teils für baS Verhältnis ber einzelnengriechifchen ©taaten gu einanber, teils für bie Aufgabe beS bie geeinten ©riechenleitenben ©taatS gegenüber ben ißerfern, baS haben mir in biefent ßufammenhangenicht gu erörtern. ©. befonberS Duden, ^fofrateS unb Athen (^eibelberg 1862).
Sr hatte gulefjt, um nach fdjmerglicljen ©nttäufcljungen bod; eine ©inigung berimmer roiber in ^roietracljt fich abmül)enben ©riechen hoffett gu föitnen, fein Augeauf fßljtlippuä oon Vlafebonien gerietet, in biefem ben rechten 9Jlann gur Ausführungfeines oölferrechtlichen SjbealS erfannt. Aber gerabe oon biefem falj er feine $off=nungen am fdjredlidjften betrogen. ®ie ©inljeit rourbe ja rool ergroungen; aber bieFreiheit gieng oerloren. Vach ber ©djlacljt bei ©fjäronea (338) mochte ber faft guIjunbert fahren gefommene ©reis nicht länger leben; er roätjlte ben .fjungertob. *)
®ie oon iljnt ausgegangenen Anregungen haben lange .Seit burd; bie gried;ifchcSitteratur fortgeroirft in feinen Schülern unb in feinen Schriften. S u ben erfterenhat man freilich manche olpte auSreidjenbe ©rünbe gegäl)It; aber geroifj ift nicht guleugnen, baj) mehr ober weniger alle burd) $unft ber 9tebe bebeutenbe VJänner feinerunb ber folgenben oon il)m gelernt, nach 'h m f* 1 ! gebilbet, roenn fie auch nichtgerabe gu feinen fjfüjjen gefeffen haben, unb bieS gilt in gang befonberer 3Beife auchoon SemoftljeneS, beffen po!itifd;e Vichtung boejj oon ber beS SfofrateS fo roeit ab=lenlte. 2Sie fefjr biefer auch auf bie gefchidjjtlidje ®arftelfung ber mafebonifchen ^oii
*) Son § a o e t XCV1II f. ift biefe ©rgählung ohne redeten ©runb für eine ^abel erllärtworben.
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