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10 (1887) Vokabellernen - Zwingli
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äßagncr.

ift, bah bie 33eroegung®glieber fräftig bem Antrieb ber ihnen jugeteihen Heroen ge=(;orcf;en, ba® groeite, bah fie bem (Seifte untertljan unter feinem 33efe^I bie 9Röglid;feitifjver Veroegungen erfcfjöpfen unb mit gemeffener §altung ootlgiel;en. ®ie Veroegmtgbe® Seibe® ift in ber ©lementarfdljule guoörberft dg biätetifcf; unb gunt gefunbeit2 Bach®tum unentbel;rlid; 31 t betrachten, ©obann aber verlangt bie $bee ber 9Jtenfd;=[jeit, roelölje ben Körper al® Organ ber ©eele betrachtet, baff in biefem garten Sitterbereit® ber (Srunb gefegt roerbe gu einer in ben mcinnlid;en fahren völlig freienSigpofition über Veroegung unb Rottung ber ©lieber; bie® ift bie gpmnaftifdfe©eite. .ßuerft h at ber 2el;rer bem $inbe ein Seroujftfein uon ben möglid;en Ver=rid^tungen feiner ©lieber ju oerfdfaffen, ihm gu geigen, roeld;e verfdjjiebene Stellungene® annehmen fönne, unb roa® e® für fich allein unb in Verbindung mit anbem burchSraftanftrengung gu teiften uermöge. ®a® groeite ift, bah bie ©lieber in ftufenroeiferSteigerung ber ihnen natürlichen Verrichtungen, g. V. be§ @el;en®, be® galten® u. f. ro.Seidjtigleit ber Veroegungen lernen unb gur Ausdauer geroöhnt roerben. ^roedmahigift e§ babei, ben fid; roiberljolenben Veroegungen, g. V. ben ©d;ritten, ein geitmafjgu geben, nicht nur bamit bie Binder überhaupt in Haltung unb fölah eingemöfjntroerben, fonbern aud; barum,roeil durch ba§ ben Veroegungen gefegte unb mehrerenfidh beroegenben hindern gemeinfame 3 e 'tmah ba® Veroujitfein jeber Veroegung inhohem ©rabe an Klarheit geroinnt". ©ine leigte 9tüd'fid;t ift noch, bah fooielmöglich babei auch bie Übung ber ©inne berüdfidjtigt merbe. $ie§ gilt faft nuroon bem Auge, in groeifad;er §infid;t, inbem e® g. V. burch Sßerfen ober ©d;iefjennah einem -Biel fCarfen ©eben geübt roirb, unb ferner roenn e®, an genaue® Stfteffenber ©ntfernung fd)on geroöf;nt, burd; groedmähige Übungen oor bem ©d;roinbel be=roal;rt roirb, welcher bei forrft gefunben Sftenfcfjen immer nur bann entftel;t, roenn ba®Sluge ba® -Blafs für feine eigene ©ntfernung 00 m Voben verliert.

®en ©Cüler, roeldjer non ber ©lementarflaffe gur nachftl;öl;er'en ©tufe übergeht,benft fidh VSagner etroa im gef;nten ober groölften ^alfre ftehenb (©. 100).fgft berZögling burch die ®inglef;re in ber ©lementarfcijule im Vefit; be® einen, roa® überallroiberMjrt, fo tmiffen il;m je|t bie -Blaffen be® oielen gegeigt roerben, in welche fid;jene® eine oerroanbelt, e® muff fid; alfo oor il;m ba® gange ©ebiet menf<hli<hcrÄenntniffe auftl;un. SDarum heifjt bie ünterrid;t®ftufe, roeld;e er je|t betritt, $ennt =ni® f d;ul e; fonft tjei^t fie © 1 ; mn af ium" (§ 125) *). $Die Aufgabe be® ©ptnnafiaüunterrichte® ift bemnad;,in ben Aggregaten menfchlidher ^enntniffe bem ©Cüler bievielfachen formen be® menfd;Iid;en Treiben® unb auhennenf<hlid;en SDafein® befanntroerben gu taffen, fo bah dabei aud; fein eigene® innere® ftch vielfacher entroidele"(§ 126). ©® genügt, bah klaffen gufammengefteKt roerbe, roa® oerroanbt ift, unbfo ergeben fi<h bie oier folgenden klaffen, roeldhe fich nicht al® ©tufen, fonbern al®Seiten gu einander oerl;a!ten: I. klaffe für allgemeine menfchliche Vübung. 9)tatl;c=matil, $eid;nen, fDJufif, ©i;mnaftif. II. klaffe Ijiftorifcher 2Biffenfchenfchaften. ©prad)e,6 eograpI;ie, ©efd;icl)te, ©taat®lel;re. III. Älaffe ber 91aturroiffenfd;aften. Aatur=gefd;id;te, ©hemie, WlhP, Technologie. IY. klaffe l;öCft er ittenfd;licher Vilbung.fMgionSleljre.@® verfielt fich, bafj biefe vier klaffen für jeden ©djüler gleichseitigfein tonnen" (§ 127).

Von bem erften fyad; ber erften klaffe roollen roir abfet;en, roeil l;ier, unb groarjunädhft im matl;ematifchen Unterricht, ber oben gerügte Sdangel an praftifdfjer @r=fahrung im Unterrid;ten unb an ©rtcnntni® be® 9Jtöglid;en gutage tritt.SBenn berßlementarunterriCt ba® Votengieren unb 2öurgelau§giel;en al® bie oollfommenfte

*) Sion einer D3olf®fcf)uIe ift nid;t bie Diebe; unb fpäter, § 179 in einer Sffnmerfung,wirb nur furg bemerft, bafj uon SSoIfgfdbulen, welche bie 33ilbung an einem 00 m Staat gu be=ftimmenben fünfte abbrechen, unb baber manche® an eine anbere Stelle fetjen unb abbreoiierenHüffen, hier nicht bie Diebe fein fönne.