Spanien.
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erachten; sodann ist es ihnen auch von jetzt an erlassen, der Behörde einen genauen Lehr-und Stundenplan vorzulegen (diese Bestimmungen beziehen sich auf alle drei Stufen desUnterrichtswesens). Vor der Revolution schrieb die Regierung selber die allgemeinenLehrpläne aus. In den Primärschulen und in den höheren Lehranstalten, ja an derUniversität bis zum Grade des liosnoiaäo, konnte man nur nach Texten vortragen,welche vorher der höheren Behörde Vorgelegen hatten, und diese gab alle drei Jahre eineListe der approbierten Bücher aus. Für die christliche Religionslehre hielt man sich anden von dem Diöcesanvorstande bezeichnten Katechismus; die Grammatik und Orthographieder spanischen Akademie sollten in den öffentlichen Schulen streng befolgt werden;*) fürdie übrigen Fächer hatten die Lehrer unter höchstens sechs in die officielle Liste aufgenom-menen Büchern zu wählen. In Hinsicht auf die Methoden teilte man die Schulen invier Kategorieen: Schulen mit individuellem, mit gleichzeitigem, mit wechselseitigem Unter-richt, und viertens mit gemischter Methode. Der Anschauungsunterricht ist überall em-pfohlen, ebenso das katechetische Verfahren; einen gewissen Wert läßt man dem Auswendig-lernen, einen noch größeren den praktischen Übungen unter unmittelbarer Leitung desLehrers. Für das Studium der theoretischen und praktischen Pädagogik sind besondereBücher geschrieben worden, von denen wir folgende anführen: Nanual eomplsto äsinstrueoion xrimaria von Joaquin de Avendano, Madrid 1859 (4 sä.) 4 vol.;Dioeionario äs säuoaoion / mstoäos äs snssstaima, von Don Mariano Carderera,ehemaligem Direktor des öffentlichen Unterrichts; los Lrinoixios äs säuoaeion vomgleichen Verfasser; Nanual äsl xrolsssoraäo äs instrueoion xrimaria slsmsntal, vonDon Fr. Nard, Madrid 1858; LI arts äs säuear, von Don Lopez Catalan;La säuoaeion äsl dusn ssntiäo, von Don Jaime Forcar y Tio, Cuentza 1864;LI Aanual äs xarvulos, von Pablo Montesino (Bilbao); endlich das nützliche Werkvon O. Fonoll: Loeionss äs sistsmas z? mstoäos äs ensenanrm, Barcelona 1866. 8.Zu gleichem Zwecke erscheinen Zeitschriften, von denen im Jahre 1859 die Regierungselbst zwei unterstützte: die Einriss äs xrimsra snssnaima, und die Läuoaoion. IhreZahl stieg bald auf dreiundzwanzig. Mit Anerkennung können wir hier nennen dieRsvista äs instrueoion publica, in Madrid, **) welche den wirklichen Fortschritt aufseinsichtsvollste fördert; LI Nonitor äs xrimsra snssnanra in Barcelona; LI rtmuarioäs xrimsra snssnaima, welches in Tarragona erscheint; LI Lsrvantss in Valencia;endlich LI Logar (der Herd), ein Zeitblatt für Kinder in la Coruna. Die Lidliotsoasoonomiea äsl masstro äs xrimsra snsenansa, in Barcelona von einer Gesellschaftvon Schulmännern gegründet, verbreitet in allen Provinzen zu sehr niedrigen Preisen intausenden von Exemplaren eine Auswahl von Originalwerken oder von Übersetzungen derbesten französischen oder deutschen Schriftsteller zum Gebrauch der Lehrer (zwei Lieferungenvon 40 Seiten alle 14 Tage, in klein Quart, eng gedruckt, zu 1 Real); ferner LILsnsil äs la ninsr: (Lustgarten für die Jugend) in Barcelona (I. Bastinos und Sohn)ist für Kinder beider Geschlechter bestimmt und bietet ihnen eine manigfaltige Auswahlnützlicher Beschäftigungen und anziehender Lesestücke.
Schulbücher giebt es zu jedem Preise, von jeder Art und Richtung. Wir zählenunter 24 Lehrbüchern der Arithmetik nicht weniger als 15 von der Regierung genehmigte;von 14 castilianischen Grammatiken haben 10 Zutritt in den Schulen gefunden; ebenso4 Lehrbücher der urbaniäaä unter 10; in gleichem Verhältnis die heiligen Geschichtenund die Geschichten Spaniens. Die Lesesibeln von Avendano und Carderera,von Flores, von de Miguel, von Monroh werden stark gebraucht, Jturzaeta,Alvarez, Torre Gonzalez (de Martos), Ponz, Rivera u. a. sind Meister imSchönschreiben, Giro und Aranols im Zeichnen, neuerdings hat man auch die belgische
*) Das Gesetz von 1868 dehnte diese Vorschrift auf die Privatschulen aus.
**) Sie ist beinahe ganz nach dem Plan der Rsvns äs I'instruotion xubligns sn Lranos(karis, Haekstts) redigiert.