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9 (1887) Spanien - Vives
Entstehung
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831
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Vives.

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Vives fast hundert Jahre vor Bacon, zu einer Zeit, wo die wirkliche Forschung erstganz schüchtern einzelne Versuche zu wagen begann, während Bacon schon mitten in einerentwickelten Naturwissenschaft stand.

Zur Vollendung der encyklopädischen Ausbildung empfiehlt Vives, eine gewisse Kenntnisvom Ackerbau, Architektur, Schifffahrt u. s. w., d. h. von den Künsten des praktischenLebens, sich mehr durch fleißiges Hören und Forschen als durch systematisches Studiumzu erwerben. Für diejenigen aber, welche das wissenschaftliche Studium fortsetzen wollen,teilt sich jetzt der Weg, da von hier ab der einzelne nicht mehr alles bewältigen kann.Vives unterscheidet den Weg derjenigen,gut eorxora ouraturi sunt", d. h. derMediziner, und derjenigenqui uni mos". Hier fehlt die nähere Bestimmung; offenbarweil Vives die Theologie, die vor allen Dingen hierher gehört hätte, nicht behandeln will.Er widmet der Medizin den Rest des vierten Buches und behandelt im fünften alsden zweiten Zweig des Wissens, der sich auf Pflege des Geistes bezieht, ausschließlich dieStaatswissenschaften.

So stark Vives sonst die Erhabenheit des Geistes über den Körper zu betonenpflegt, so stellt er doch die Medizin sehr hoch. Er hält den Bernfdes Medizinersfür so wichtig, daß derjenige, der sich einmal für denselben entschieden, mit Ausnahmeeines strengen Fachstudiums, gar nichts Wissenschaftliches mehr treiben und sich ganz aufdas zu seiner Kunst Gehörige beschränken sollte.*) Deshalb soll auch der Beruf desmedizinischen Forschers, welcher die Wissenschaft zu erweitern und zu vervollkommnen hat,von demjenigen des Praktikers getrennt werden. Die Grundsätze, welche Vives über dasStudium und die Ausübung der Medizin entwickelt, sind durchaus gesund und sachlichverständig: sorgfältigstes Studium der Anatomie, Prüfung der Wirkung der Arzneimittelunter den verschiedenartigsten Verhältnissen, welche Einfluß üben können, Heilung soweitmöglich, durch bloße Diät, erst im Notfälle durch Medikamente u. s. w.

Das fünfte Buch umfaßt zwei ganz getrennte Bestandteile: die Erörterung desStudiums der Staats Wissenschaften und eine Abhandlung:äs vita et mori-bns ernäiti", welche den Abschluß des ganzen Werkes bildet. Die Erwerbung derpruäentia, welche die Haupteigenschaft des Staatsmannes bildet, wird nach Vives vor-züglich gefördert durch ein ernstes und gründliches Studium der Geschichte, wobeiVives, ohne gerade schon einen klaren Begriff der Kulturgeschichte erfaßt zu haben, dochmöglichsten Nachdruck legt auf dieros togatas" und auf die Errungenschaften des Geistesgegenüber dem Spiel der Leidenschaften. Mit Kriegen und Schlachten soll mansich nicht mehr aufhalten als zum Verständnis des Ganges der Geschichte unerläßlich ist,und man soll sie wie gemeine Räubereien behandeln, ausgenommen, wenn einKrieg nur gegen die Räuber unternommen wird, was leider in der Christenheit selten derFall ist. Nach einem Überblick der historischen Litteratur wirft sich Vives die Frage auf,

et lliligeutia potueruut asssqui, quibus ouras tuit illa iuäagare: naiv quoll nos verum essepro esrto xossimus oouürmars, rarum est. Initio sxbibeuäa sunt taeiilima, ick sst ssusibusipsis psrvia. 8t suut enim all soguitiousm omnsm aäitus". p. 349:uibii sst Nie opusllisputatiouibus, ssä ooutswplatious uaturas taoita". p. 350:uibil bis jam opus«st altereatiouibus «t rixis, ssck aspsetu quollam. Itaqus eootsmpiabitur rsrum uaturamiu eosio et uubiio st sereuo, in agris, iu moutibus, iu silvis: tum ex üs quasrst et seisoi-tabitur muita, qui iu loois illis suut trsqusutss: quoll Zsuus suut bortulaui, agrieolas,pastorss, vsuatorss: quoll kiioius st alii darum rsrum magui unteres iuckubis teoeruut:usqus euim uuus aliquis potsst omuia base alles tum muita, tum varia iutueuäo obirs.Ipse stiaw, sive soutempistur quill, sivs uarrautsm auäiat, uou oeulos melle iutsutos babsat,vei aurss, ssll auimum quoqus: magua euim st aeourata auimallversious est opus iu omuinatura ooutusuäa, observatious bac tsmporum et iugsuii ao virium cuiusque rei".

*)Oiseipliuis owuibus atqus sxereitiis iitsrarum asteruum vale äiest, iu baue uuamiutsutus st iuoumbsus prorsus. baeilius tulsrim ouiusvis artis proksssorsm lliversis uou-uuuquam oeeupars quam imius, quas alles longa, varia, obsoura sst, ut asgrs quamlibstkeiix iugsuium euuetum sit ei psroipisuäas aut rite exeresullae par: quauto minus ingeniiPortio aliqua".